Let it flow – Wiens Wasserleitungen

Viele Touristen trauen den Brunnen in der City nicht, auf denen "Drinking Water“ steht. Schließlich ist die Versorgung einer Metropole mit Hochquellwasser weltweit einmalig. Für Wienerinnen und Wiener ist das selbstverständlich – bis einmal ein Wasserrohr bricht, wie Anfang Juni 2010 in Alsergrund. 5.000 Kubikmeter machten die Kolingasse zum Swimmingpool. Schuld daran sind die Graugussrohre, die in den 60er Jahren verlegt wurden, aber bei Erschütterungen brechen können. Deshalb werden seit Jahren Leitungen aus Sphärenguss eingesetzt, die über mehr Zugfestigkeit verfügen. 60 Prozent des 3.281 km langen Wasserleitungsnetzes sind aus Sphärenguss, 19 Prozent aus Grauguss. Diese alten Rohre werden systematisch ersetzt. 

In 24 Stunden vom Berg in Wien

Wiens Wasser wird in Quellschutzgebieten am Hochschwab und im Rax-Schneeberg-Gebiet gesammelt und mit den beiden Hochquellenwasserleitungen mehr als 100 km nach Wien geführt. Einen Tag braucht das Bergwasser bis nach Wien. Die Quellschutzgebiete werden systematisch ausgebaut, mittlerweile ist der Grundbesitz der Stadt schon größer als die Fläche der Bundeshauptstadt. Das ist auch gut so, denn dadurch stammen 95 Prozent des Wasserverbrauchs aus den Bergen.

Interessante Einblicke in die Enstehung der beiden Wasserleitungen gibt das Wasserleitungsmuseum Wildalpen, das von 1. Mai bis 26. Oktober geöffnet hat. Nähere Informationen bekommst du hier.

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