Lidlberg

Lidlberg soll Fahrspur verlieren

Mit der Ankündigung der MA 46, die Lidlgasse zwischen Hernals und Währing umbauen zu wollen, hat die Verkehrsabteilung des Rathauses einen Proteststurm ausgelöst. Die ehemalige B222 ist eine der wichtigsten Verkehrsadern Wiens, da sie mehrere Außenbezirke Wiens parallel zum Gürtel in einem größeren Radius verbindet. Nach den Plänen der MA 46 soll der Lidlberg einen bergabwärts führenden Fahrstreifen verlieren. Dafür sollen der Gehsteig entlang der MA 48 verbreitert und Radwege errichtet werden. „Mit der Reduktion auf einen Fahrstreifen steht die nächste verkehrspolitische Schnapsidee von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou vor der Umsetzung. Leidtragenden sind einmal mehr die Anrainer und die Autofahrer“, meint VP-Stadtrat Manfred Juraczka. „Das ist ein Gehsteig, der kaum von Fußgänger benützt wird. Fast alle Fußgänger gehen entlang des Lidlparks oder sogar durch den Park“, wie FP-Klubobfrau Ulrike Raich aus Hernals erklärt. Sind die beiden bergabwärts führenden Fahrstreifen auf einen reduziert, dann werden Staus bis weit nach Währing hinein befürchtet. Betroffen wären auch die Autobuslinien 10 A und 42 B. Auf dem 10A sind zwischen Meidling und Döbling jährlich sieben Millionen Fahrgäste unterwegs. „Sie alle müssten dann mit massiven Verzögerungen rechnen“, stellt FP-Klubobmann Georg Köckeis aus Währing fest. Politiker beider Bezirke kündigten Proteste gegen das verkehrspolitisch unsinnige Vorhaben an. SP-Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer versucht zu beruhigen: „Das Projekt eines Radweges von 16. Bezirk bis nach Döbling steckt ja noch in den Kinderschuhen. Die Details dazu werden überhaupt erst geplant.“ Der Verzicht auf eine der Fahrspuren am Lidlberg wäre aus ihrer Sicht jedoch zu verkraften, weil vor der Richthausenstraße die notwendige Abbiegespur (42B, Müllsammelfahrzeuge) jedenfalls erhalten bliebe.


©Gerhard Krause

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