Lobau: Paradiesgartl für die Nachbarn

Bewohner der Neuen Lobau gestalten ihre Grünfläche selbst mit. Sie reden mit, wie die derzeit nicht zugängliche Wiese an der Ecke Saltenstraße/Heustadelgasse in Zukunft als Erholungsraum genutzt werden  und gestaltet sein soll. Den Start für dieses Beteiligungsprojekt bot eine Ideenplattform der AgendaDonaustadt am 19. Mai 2016 direkt vor Ort: Mehr als 60 Nachbarn der Fläche informierten sich bei dem Treffen über die Entwicklungen in der Neuen Lobau und arbeiteten gemeinsam mit den zuständigen Magistraten und der Bezirkspolitik an Aspekten einer zukünftigen Gestaltung dieser 5.000 Quadratmeter großen Wiese. Für die Information rund um das Umgestaltungsverfahren sorgte ein ganzes Team an Experten: Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy leitete ins Thema ein. Gemeinderat Josef Taucher in seiner Funktion als Agendabeauftragter des Bezirks und Herbert Weidinger, Zuständiger vom Forstamt der Stadt Wien schilderten, warum sich derzeit in der Neuen Lobau so viel verändert. Auch Kollegen der Wiener Umweltschutzabteilung standen für Antworten auf die vielen Fragen der Bewohner zu Verfügung.

Erholungsflächen in der der Neuen Lobau

Die Zahl der Menschen in der Donaustadt wächst. Viele Naturschutzziele stoßen durch die vielen Erholungsuchenden an ihre Grenzen. Um das Naturschutzgebiet zu entlasten und den Bewohner der Donaustadt mehr Freiräume zu bieten, werden in den nächsten Monaten und Jahren viele Flächen der MA49 (Forstamt) zu attraktiven Erholungswiesen umgewandelt. Taucher: „Wir haben die Naturschutzgebiete im letzten Jahr auf mehr als 1.500 Hektar in der Donaustadt verdoppelt.“ Alleine im Bereich des Lobauvorlandes wurde eine Fläche von 240 Hektar, also in der gleichen Größe wie die Seestadt oder anders ausgedrückt in der Ausdehnung von Neubau und Josefstadt zusammen geschützt. Taucher weiter: „Jetzt geht es darum, ein Bewußtsein für dieses Jahrhunderprojekt zu schaffen und die DonaustädterInnen in die Gestaltung miteinzubeziehen. Dies ist mit den vielen engagierten Vorschlägen aus der Ideenplattform hervorragend gelungen. Schon im Herbst wollen wir gemeinsam mit dem Forstamt die ersten Gestaltungsmaßnahmen umsetzen!“

„Paradiesgartl“ an der Heustadelgasse

Im Hauptteil der Ideenplattform waren alle Teilnehmer eingeladen, gemeinsam mit den Experten zu diskutieren, was die Fläche in Zukunft bieten soll. Die meisten Teilnehmer wünschen sich eine grüne und sichere Erholungsfläche. Man soll sich hier ausruhen können, aber auch für Spielen und sich Treffen muss sie zukünftig Platz bieten. Das Beobachten und Erleben von Flora und Fauna wurde auch hoch bewertet. Die Zugänglichkeit der Fläche und ihre Erreichbarkeit per Rad und zu Fuß sind ebenso wesentliche Aspekte. Was sind konkrete Strategien, um diese Ziele zu erreichen? Die Ideen reichten von Biotop über Lehrgarten mit Bienenstöcken, Fledermausnistkästen, Naschbeerenhecken und Obstbäumen bis zu Gemeinschaftsgärten, von Ruhe und Entspannung bis zur Übernachtungsmöglichkeit in Form von Baumhäusern. Alle Ideen werden nun von der AgendaDonaustadt erfasst und gebündelt, damit MA49 und Bezirk damit weiterarbeiten können und die gewünschten Qualtitäten der BewohnerInnen für die Wiese ab Herbst umgesetzt werden können.

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