Lobautunnel: Man braucht nur Geduld haben

Was war dies viele Jahre für eine Aufregung, als man ankündigte Mitten unter der Lobbau einen Tunnel durchzuführen.

Die Menschen gingen auf die Strassen und die letzten zwei Wienwahlkämpfe waren durch den Kampf gegen diesen Tunnel geprägt.

Aus Kostengründen hat sich die Gemeinde Wien nunmehr dazu entschlossen, dieses Projekt für mindestens 15 Jahre auf Eis zu legen das teilt uns ein Schreiben mit folgendem Wortlaut mit:

Das Autobahnprojekt “Lobautunnel” ist offenbar stark ins Wanken gekommen. Laut Aussage von Asfinag-Vorstandsdirektor Alois Schedl in der Wiener Zeitung soll um 2018 Baubeginn sein und mit der Fertigstellung könne man Mitte oder Ende der 2020er Jahre rechnen. Ursprünglich sollte das umstrittene Projekt bereits 2008 bis 2014 realisiert werden. Es erhebt sich die Frage, womit die Notwendigkeit des Tunnels und der Nordostumfahrung zu begründen ist, wenn man jetzt und die nächsten 15 Jahre mit dem gegenwärtigen Verkehrsnetz auskommt.

“Was haben doch Politiker aller Ebenen getrommelt, dass es in Zukunft in der Donaustadt kaum noch zu leben sei ohne Lobauautobahn,” erklärte dazu Georg Hartl, Vorsitzender des Wiener Forums. “Nun sieht man, dass es zumindest weitere 15 Jahre ohne Lobautunnel gehen muss. Und es geht auch, jetzt und ebenso in viel fernerer Zukunft, führt Hartl aus. Alleine eine völlig harmlose Maßnahme, wie zum Beispiel die Verstärkung der Buslinie 26 A von Groß Enzersdorf zur U2 und U1 seit Jänner 2011, in Verbindung mit hohem Treibstoffpreis habe die täglichen Staus auf dieser Linie beseitigt. Mit weiteren großzügigen, im Vergleich zum Lobautunnel ganz billigen Verbesserungen der öffentlichen Verkehrsmittel würde der Lobautunnel völlig unnötig, findet Hartl, der dieses Bauwerk als ein “ökologisches Verbrechen und einen wirtschaftspolitischen Unsinn” bezeichnet.

Schildbürgerstreich “Spange Aspern”
Eine kleine Bewegung Richtung mehr Vernunft sieht Hartl auch in der voraussichtlichen Entscheidung, die sogenannte “Spange Aspern,” eine Autobahnverbindung von Hirschstetten nach Raasdorf wenigstens im westlichen Teil, also von Hirschstetten zur Seestadt nur als Bundesstraße zu bauen. Der Abschnitt Seestadt-Raasdorf soll hingegen wie geplant als Autobahn ausgeführt werden. “Warum der östliche Teil als Autobahn,” fragt Hartl, “vielleicht, weil diese ohnedies nur 228 Millionen Euro kostet? Welchen Sinn hat es, einen Straßenzug zum Teil als Bundesstraße und zum Teil als Autobahn zu bauen? Wenn für einen Teil die Bundesstraße genügt, wozu braucht man dann für den weiteren Straßenverlauf eine Autobahn?” Diese sei sinnlos, da sie bei weitem nicht genutzt werden könne, betont Hartl und wiederholt die bereits mehrmals erhobene Forderung des Wiener Forums, die ganze “Spange Aspern” als Bundesstraße zu errichten.

Rückfragehinweis:
Mag. Georg Hartl, 0676/3596 578, office@wienerform.at
Postfach 8, 1224 Wien

Und ich frage mich: War es wirklich die ganze Aufregung wert?

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl

  • Adresse: Kudlichgasse 42, 1100 Wien

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