Lollipops für die Schlange

Nachdem die Straße des Ersten Mai in den vergangenen Jahren durch neuartige Attraktionen bereichert wurde, werden jetzt die zentralen Straßenbereiche den umliegenden Zonen angeglichen. "Ohne die Hartnäckigkeit und Ideen der ehemaligen Vizebürgermeisterin Grete Laska, positive Veränderungen für den Prater herbeiführen zu wollen, hätte sich das Vergnügungsviertel nicht so positiv weiterentwickelt", berichtet Bezirksvorsteher Gerhard Kubik. Die aktuelle Planung sieht statt der grauen Asphaltierung eine freundliche, abwechslungsreiche Steinpflasterung vor, die mit bunten Riesenlollipops zusätzlich "aufgepeppt" wird. Um eine harmonische Vermischung von Bewegungs- und Ruhezonen sicherzustellen, werden um die Grünanlagen Sitzbänke mit integrierter Beleuchtung gestellt.

Steinpflasterung statt Asphaltwüste

Die Grundidee war, den Besuchern gemütliche Plätze zum Rasten und Verweilen in einem fröhlichen Umfeld zu ermöglichen. Um den einladenden Charakter auch am Abend zu bewahren, werden als effektvolle Ergänzung Edelstahl-Leuchten angefertigt, deren Leuchtkörper mit dem berühmten Murano-Glas ummantelt sind. "Nachdem der Prater komplett für den Verkehr gesperrt wurde, ist die klassische Einteilung in Straße und Gehsteig nicht mehr notwendig", so Kubik weiter. Die Investitionskosten für den Umbau des ersten Teilbereiches belaufen sich auf rund 600.000 Euro.

Investitionen der Praterunternehmer werden unter anderem damit unterstützt, dass die Prater Service GmbH die infrastrukturellen Gegebenheiten rund um die Fahrgeschäfte aufwertet. Ein ideales Beispiel dafür ist der im Vorjahr fertig gestellte Schweizerhausplatz. Hier wurden die umliegenden Bereiche durch den neuen Praterturm aufgewertet, die bestehenden Betriebe teilweise ausgebaut und optimal in die Platzgestaltung integriert, um schlussendlich ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen.

Attraktionen als Publikumsmagnet

Der Osttiroler Walter Pondorfer, seit 1995 erfolgreicher Unternehmer mit nunmehr fünf Betrieben im Prater, entwickelt derzeit ein völlig neues Highspeed-Fahrgeschäft, das in den Umbau der Straße des Ersten Mai integriert wird und mit dem Straßenzug verschmelzen soll. "Mit Anfang März starten die Aufbauarbeiten der 'Schwarzen Mamba‘, die im Prater sicherlich für Aufsehen sorgen wird", kündigt Pondorfer an. Dabei handelt es sich um eine gewaltige, schlangenähnliche Schaukel, die erhöht steht und über die Straße – beginnend bei etwa 4,5 Meter Höhe – hinaus schwingen wird. Bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h können acht Passagiere gleichzeitig in diese Höhe gehievt werden. "Das Spannende dabei ist, dass durch die schlangenartigen Bewegungen der beiden Pendelarme die Fahrgäste nicht ahnen können, in welche Fahrtrichtung der Adrenalin fördernde Schaukelspaß tatsächlich geht", freut sich der Osttiroler Konstrukteur.

Initialzündung Riesenradplatz

Durch die Fußballeuropameisterschaft im Prater bestand auch im Vergnügungspark dringender Handlungsbedarf für Verbesserungen. Mit dem Riesenradplatz und dem Wurstelplatz wurden die beiden Haupteingangsbereiche neu gestaltet. Sukzessive folgt jetzt der Rest. 

  • Adresse: Straße der 1. Mai, 1020 Wien

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