Hans-Paul Nosko

Lorettoschlössl wird revitalisiert

Ein lang ersehnter Wunsch der Jedleseer Bevölkerung geht endlich in Erfüllung: Das Lorettoschlössl wird generalsaniert. Das Baurecht für das Gebäude wurde der Pfarre Jedlesee vom Stift Klosterneuburg übertragen. Die Sanierung soll Ende 2017 abgeschlossen sein, eine Bauverhandlung steht noch aus. “Bereits jetzt sind erste Arbeiten im Gange, die keine Bauverhandlung auslösen”, erklärt der Baudirektor der Erzdiozöse Wien, Harald Gnilsen.

Neue Priesterwohnungen

Der hintere Teil des Nebengebäudes wird komplett abgerissen, an dessen Stelle wird eine neuartige Priesterwohnung errichtet. Auf der Rückseite des Gebäudes wird eine Holzfassade aufgetragen. Die wichtigste Neuerung ist ein 180 Quadratmeter großer Saal, indem nicht nur kirchliche Feste gefeiert werden. Zusätzlich hat das Schlössl einen kleinen Garten und einen neuen Behindertenparkplatz. Durch dickere Wände und neue Fenster wird die Lärmbelastung reduziert,  die Nepomukstatue aus Sandstein kommt wieder an ihren ursprünglichen Platz vor dem Schlössl zurück.

Lorettoschlössl in schlechtem Zustand

Der jetzige Standort der Pfarre wurde in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts als Redemptoristen-Kloster errichtet und dementsprechend groß dimensioniert (drei Stockwerke zu je 430 Quadratmeter). Nun wird nur noch eines der drei Stockwerke aktiv von der Pfarre verwendet, was wirtschaftlich unrentabel ist.  Da eine Generalsanierung aus finanziellen Gründen nicht realistisch ist, bietet sich das Lorettoschlössl als neue Wohnstätte an.

Breite Zustimmung der Bevölkerung

,,Ich denke es ist im Sinne der Floridsdorfer Bevölkerung, dass das Lorettoschlössl revitalisiert und benutzt wird”, versichert der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai. Dieser Meinung ist auch Gnilsen: ,,Der neue Standort im Lorettoschlössl soll für die Pfarre ein neuer Impuls für das ganze Pfarrleben damit für die Menschen in Jedlesee  eine Heimstätte und zentraler Punkt neben der Kirche sein.”

Das um 1700 erbaute Schlössl steht seit 2003 leer und wurde durch Vandalismus zum Teil stark beschädigt. 1841 zum Klosterneuburger Hof genannt, diente das Lorettoschlössl später als Priester- und Försterwohnung. Von 1970 bis 2003 benutzte der Floridsdorfer Tennisklub das Gebäude als Klubhaus, 2013 wurden die Tennisplätze zu Wohngebieten umfunktionert.

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