Luxus-Wohnheim im Grünen

Die Aufregungen und die skandalträchtigen Schlagzeilen liegen schon länger zurück, in den letzten Jahren war es um das Geria­triezentrum in Lainz ruhig geworden. Und seit Kurzem steht auch fest, was in Zukunft damit passiert: Es wird geschlossen, die derzeit mehr als 1.000 Bewohner werden bis zum Jahr 2015 schrittweise in dezentral gelegene neue Pflegewohnhäuser umgesiedelt. 

Moderner Standort am Rande der Stadt

Statt des Alten-Pflegeheims soll der Stadtteil zu einem wahren Schmuckkästchen werden. "Das nun vorliegende Siegerprojekt verspricht hochwertiges Wohnen, wobei Schützenswertes erhalten wird und durch sensible Zubauten sehr attraktive Wohnräume in einer großzügigen Günanlage entstehen“, erklärt dazu Planungsstadtrat Rudolf Schicker. Als Siegerprojekt wurde das Konzept des Wiener Architekturbüros Veit Aschenbrenner auserkoren. Dem ging ein umfangreiches Bürgerbeteiligungsverfahren in den Jahren 2007 und 2008 sowie ein anonymer Architekten-Ideenwettbewerb mit acht Teilnehmern voraus. Wobei hier als Vorgabe der ­bestehende Denkmalschutz und der großzügige Grünraum miteinzubeziehen waren. "Das Projekt von Veit Aschenbrenner sieht ein Ensemble vor, in dem Alt und Neu perfekt harmonieren“, betont Josef Herwei, Geschäftsführer der Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft (WSE), die den Architekten-Wettbewerb ausgeschrieben hat.
Der vorliegende Entwurf der neuen "Parkstadt Hietzing“ ist die Grundlage für die ­weitere Entwicklung des 25 Hektar großen Areals. Angedacht sind in weiterer Folge auch Flächen für Geschäfte, Parkplätze, Kultur­einrichtungen usw. Stadtrat Rudi Schicker ist überzeugt, "dass der besondere Reiz dieses Entwicklungsgebietes die Lage direkt am Waldrand und dank öffentlicher Anbindung trotzdem die Nähe zur Stadt ist“.

Noch fünf Jahre Zeit

Derzeit bewohnen mehr als 1.000 ­ältere Menschen das Geriatriezentrum "Am Wienerwald“ in Lainz, das einst von vielen ­negativen Schlagzeilen begleitet wurde. Der Krankenanstaltenverbund KAV siedelt die ein­zelnen Abteilungen des Geriatrie­zen­trums bis 2015 schrittweise in neue Pflegewohnhäuser um. Derartige dezentrale Pflegeeinrichtungen sollen künftig große zentrale Anlagen wie jene in Lainz ersetzen.

  • Adresse: Jagdschlossgasse 59, 1130 Wien

1 Antwort
  1. Elisabeth Meixner says:

    Wieviele Luxuswohnungen braucht Wien noch?? Wieviele Menschen können sich diese Wohnungen leisten? Alte Menschen werden in Betonbunker untergebracht, da angeblich die optimale Pflege in den Pavillond im Geriatriezentrum Wienerwald nicht gewährleistet ist und das umrüsten zuviel Geld kostet. Das gleiche Procedere mit dem Otto Wagner Spital.

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