Machen wir uns stark!

Mit der Initiative am 18. September vor dem Heldentor fordern Mitglieder, also Studenten, NGO's, Kabarettisten, Arbeitskräfte aus der Wirtschaft, Schauspieler und alle Initiativen-Unterstützenden anlässlich der Budgetverhandlungen eine neue & mutige Bildungspolitik, eine gerechte Verteilung des Wohlstandes, einen Kurswechsel in der Fremdenpolitik, eine demokratische Öffentlichkeit und einen radikalen Wechsel der Asylpolitik.

Die Kundgebung selbst findet ab 16 Uhr statt und beinhaltet verschieden Reden, unter anderem von Leuten, die in Jugendbetreuung, Bildungswesen und Fremden- beziehungsweise Flüchtlingsbehandlungen, aber auch in NGO's wie Greenpeace tätig sind und tägliche Miseren aufdecken. Neben namhaften Vortragenden ist auch für musikalische Abwechslung gesorgt – das (musikalische) Highlight an diesem Abend ist das Aufeinandertreffen von Josef Hader und Wolfgang Ambros.

Die Ziele

  1. "einen radikalen Kurswechsel in der Asyl- und Fremdenpolitik. Als ersten Schritt: ein Ressort für Diversität und Integration. Damit das Zusammenleben keine Polizeisache mehr ist. "
  2. "eine mutige Bildungspolitik, die die Vielfalt der Menschen anerkennt. Als ersten Schritt: eine kräftige Erhöhung des Bildungsbudgets und eine Schule, die nicht ausgrenzt. Damit das Potential, das in unseren Kindern steckt, sich voll entfalten kann."
  3. "eine gerechtere Verteilung des Wohlstands und Jobs, von denen wir leben können. Als ersten Schritt: Investitionen in Zukunftssektoren wie Kinderbetreuung, Pflege und soziale Dienstleistungen. Damit wir niemanden zurücklassen.
  4. "das entschlossene Eintreten für eine demokratische Öffentlichkeit. Als ersten Schritt: die Beseitigung aller rechtlichen und informellen Barrieren beim Zugang zu Politik, Medien, Wirtschaft und Kultur. Damit alle sich Gehör verschaffen und ihre Anliegen einbringen können."

Was im Bildungssystem scheitert…

Laut Michael Chalupka, Direktor der Diakonie, erhalten keineswegs die gescheitesten Kinder die bestmögliche Bildung, sondern jene, deren Eltern einen besseren sozialen Status haben. "Welche Träume Kinder später verwirklichen können, hängt immer noch vom sozialen Status der Eltern ab."

… soll sich jetzt ändern

Die Initiative "Machen wir uns stark" ruft daher dazu auf, das bisherige Schulsystem in ein gerechtes umzugestalten, das allen Kindern, unabhängig von Talenten oder Behinderungen, gleiche Chancen einräumt. Ein wichtiger Punkt ist, dass dies ohne Rücksicht auf das Elternhaus geschieht. Gerade für Volksschüler, die sich nächstes Jahr für eine höhere Schule entscheiden müssen, ist das relevant, weil sie automatisch einer Auslese unterzogen werden und somit ihre Chancen auf die gewünschte Schule eventuell sinken.

Eine sich ständig weiterentwickelnde Pädagogik braucht eine bessere LehrerInnen Ausbildung, sowie eine bessere Schulverwaltung – Ziel soll nämlich sein, sich auf die Bedürfnisse der Kinder individuell einstellen zu können.

Zukunftsorientierte Investitionen

"Wir brauchen endlich ein faires Bildungssystem, das Talente nicht vergeudet und lernschwache Schülerinnen und Schüler nicht aussortiert, sondern das allen hilft, ihre Begabungen zu entfalten." so Landau, Direktor der Caritas. Weiters wird gefordert, auch jetzt in wirtschaftlichen harten Zeiten, massiv in die Bildung und Kinder zu investieren, da sich diese als Zukunftssektoren erweisen. "Damit wir alle auf die Bildungsreise mitnehmen und niemanden zurücklassen."

Zusammengefasst wird eine flexible Bildungsreform gefordert, die gesellschaftliche Folgekosten von Mangelausbildung verringern soll. Ein besseres Bildungssystem soll zusätzlich zur Armutsbekämpfung beitragen, "denn in Österreich werden überproportional viele arme Kinder einmal arme Eltern."

WAS: Machen wir uns stark – Kundgebung
WANN: Sa., 18. 9., ab 18 Uhr
WO: Heldenplatz, vor dem Heldentor

  • Adresse: Heldnplatz, 1010 Wien

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