Mariahilf: Fünfter Stadtmenschen-Standort

 

Kürzlich wurde in Mariahilf der fünfte Standort des Ehrenamtsprojekt „Stadtmenschen Wien“ eröffnet. Die Ehrenamtlichen werden jeden Dienstag von 17 bis 18 Uhr in der Damböckgasse 4 im Rahmen einer Sprechstunde eine erste Anlauf- und Orientierungsstelle für die Probleme und Fragen der BewohnerInnen Wiens sein.

Orientierung im sozialen Angebot

Erstmals ist ein Innenstadtbezirk zu den „Stadtmenschen Wien“-Standorten hinzugekommen. „Mariahilf wird oft als sozialer Bezirk genannt. Viele gemeinnützige Organisationen arbeiten im Sechsten und helfen WienerInnen in schwierigen Lebenslagen. Bei dem großen Angebot ist es nicht einfach die richtigen Informationen zu finden. Die „Stadtmenschen“ helfen dabei. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag im sozialen Netz des Bezirks,“ begründet Bezirksvorsteher Markus Rumelhart seine Unterstützung des Projektes.

Wien hat ein vielfältiges und reichhaltiges Sozialangebot, jedoch sind oftmals die relevanten Beratungsstellen nicht bekannt oder Betroffene sind damit überfordert, den nötigen Kontakt für ihr Problem zu finden. Die Ehrenamtlichen nehmen sich für die Hilfesuchenden in ihren Sprechstunden Zeit und zeigen auf, wo die WienerInnen für ihre Fragen die nötige Unterstützung bekommen. Das Angebot ist kostenlos und kann anonym in Anspruch genommen werden. Die Wiener Volkshochschulen unterstützen die „Stadtmenschen“ seit Anbeginn des Projektes – mit Räumlichkeiten für die Sprechstunden und einem speziellen Kurzlehrgang um die Freiwilligen auf ihre Tätigkeiten vorzubereiten.

Keine Konkurrenz zu den Experten

Klienten kommen mit Fragen und Anliegen aus den Bereichen Wohnen & Wohnungsnot, Bildung, Armut & Finanzielles, Familie, Arbeit & Arbeitslosigkeit, Asyl und Pflege in die Sprechstunden. „Die Fragen der Ratsuchenden sind sehr facettenreich. Der Fokus bisher waren Mietrückstände, Fragen zur Mindestsicherung und Wohnbeihilfe, Streit mit den Nachbarn, Mobbing sowie bei notwendigen finanziellen Unterstützungen für Familien, PensionistInnen und Lehrlingen. Hier können die „Stadtmenschen“ mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie ersetzen jedoch keinesfalls die Experten der Institutionen, sondern sollen diese entlasten. Auch in diesem Projekt zeigt sich die Philosophie der Social City Wien – Kräfte bündeln und gemeinsam stärker in die Zukunft schreiten“, erklärt Tanja Wehsely.

Denn die „Stadtmenschen“ analysieren das Problem und verweisen die Hilfesuchenden an die zuständigen Stellen. Im Vorfeld bereiten die Ehrenamtlichen gemeinsam mit den KlientInnen Gespräche vor und helfen auch dabei Formulare auszufüllen (z.B. Antrag auf Wohnbeihilfe) – die Idee ist sich Zeit zu nehmen und auf einzelne Fälle auch länger eingehen zu können.

Ehrenamtlich

Hinter den „Stadtmenschen“ stecken Ehrenamtliche aus den verschiedensten Lebens- und Berufsbereichen: StudentInnen, Mütter und Väter, PensionistInnen, SoziologInnen, Bürokauffrauen, JuristInnen und SozialarbeiterInnen. So unterschiedlich die „Stadtmenschen“ sind, so vielfältig sind auch die Beweggründe sich sozial zu engagieren – Wissen teilen, aus Solidarität ihre Mitmenschen unterstützen und Informationen geben als Hilfe zur Selbsthilfe.

Initiatorin der „Stadtmenschen Wien“ ist die Social City Wien. Sie hat ihr Engagement im Juni 2014 gestartet und bezeichnet sich als „Drehscheibe für gesellschaftliche Innovation“. Vernetzung zwischen Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik sollen dabei im Mittelpunkt stehen.

Die Sprechstunden im Überblick:

Montags, 16-17 Uhr
Bildungszentrum Simmering, Städtische Bücherei (Abteilung Reiseführer), Gottschalkgasse 10, 1110 Wien

Dienstags, 17-18 Uhr
Volkshochschule Mariahilf, Damböckgasse 4, 1060 Wien, Kursraum 1

Mittwochs, 16-17 Uhr
Volkshochschule Ottakring, Ludo-Hartmann-Platz 7, 1160 Wien, Kursraum 10

Freitags, 10-12 Uhr
Wohnpartner, Karl-Meißl-Straße 1, 1200 Wien

Freitags, 10-12 Uhr
Tageszentrum Liesing, Haeckelstraße 1a (Eingang rechts vom Helmut-Zilk-Haus), 1230 Wien

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