Mehr Gemüse in Wien und Umgebung geerntet

2106 war –  bedingt durch die zweite Jahreshälfte – ein eher wärmeres und sonniges Jahr. Das kommt nicht zuletzt den heimischen Gemüsegärtnern zugute: Die 109 Gärtnereibetriebe der Genossenschaft LGV-Frischgemüse haben heuer knapp 37.000 Tonnen Gemüse und damit um ein Prozent mehr als im Vorjahr geerntet Der ganz überwiegende Teil der Betriebe – 102 insgesamt – liegt in Wien: 75 in Simmering, 25 in der Donaustadt und zwei in Liesing. Der Rest verteilt sich auf Niederösterreich (fünf Gärtnereien in Schwechat) und das Burgenland (zwei).

Allerdings gab es auch, im wahrsten Sinn des Wortes, Schattenseite. „Die hohen Niederschläge von Mai bis Julio haben wenig Lust aufs Grillen gemacht – das hat uns Umsatzeinbußen beschert“, sagt LGV-Vorstand Michael Wehofer. Trotz der höheren Ernte sind die Umsätze geringfügig gefallen, und zwar um hochgerechnet 1,5 Prozent auf 65 Mio. Euro. Die LGV hat diesen Rückgang allerdings durch eine Exportsteigerung von mehr als 50 Prozent abgefedert. „Wir beliefern hauptsächlich Deutschland und Tschechien“, sagt Wehofer. Insgesamt kräftig gestiegen sind vor allem die Umsätze mit Melanzani (plus 23 Prozent) und Minigurken (plus 21 Prozent), leicht gefallen bei Paradeisern (minus 1,4 Prozent).

 

 

Die Gärtnergenossenschaft feierte heuer ihr 70-jähriges Bestehen. Ihre Gärtnerinnen und Gärtner bauen mehr als 40 Gemüsesorten an: Klassiker wie Paradeiser, Gurken, Paprika und Kopfsalat sowie Spezialitäten wie Melanzani, Chili, Ochsenherzparadeiser, Cherryparadeiser, Mini Gurken und vieles mehr. Trotz Traditionsverbundenheit liegt der Fokus natürlich auf der Zukunft: Heuer startete das Strategie-Projekt „LGV 2016 bis 2020“, von dem nur so viel verraten wird: „Wir werden in den Städten spürbarer und greifbarer auftreten.“

 

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