Mehr Miteinander in der Mischkulanz

Frisch angelobt, aber schon mittendrin in der Bezirksarbeit: Marcus Franz wurde in Favoriten mit überwiegender Mehrheit zum neuen Bezirksvorsteher gewählt. Er will ein Politiker zum Anfassen sein. Sein Büro ist noch nicht fertig, wir treffen ­Marcus Franz in der Bäckerei „Mann“ im Sonnwendviertel. Er bestellt ausnahmsweise Pfefferminztee – der Wahlkampf hat sich auf seine Stimme geschlagen.

Was sind die vorrangigen Aufgaben im Bezirk?

Marcus Franz: Es gibt viele neue Wohngebiete im Bezirk, deshalb müssen wir darauf achten, dass sich das Neue mit dem Alten gut verbindet. Wir revitalisieren daher viel.

Kommt ein Busbahnhof am Verteilerkreis?

Ich bin dagegen, das bringt für Favoriten keine neuen Arbeitsplätze. Da gibt es andere Chancen, wie etwa ein Health Care Centre oder den Ausbau des FH-Campus.

Gibt es genügend Park-and-ride-Parkplätze bei den neuen U-Bahn-Stationen?

Ja. An der Kuhtrift in Oberlaa sind noch genügend Plätze frei. Viele fahren jetzt öffentlich zum Hauptbahnhof.

Favoriten liegt in der -Kriminalstatistik oft vorne.  

Das ist je Kategorie unterschiedlich. Man muss bedenken, dass hier 10 % der Bevölkerung Wiens leben. Aber klar, mehr Polizisten wären gut.

Welche neuen Wege möchten Sie gehen? 

Ich möchte authentisch bleiben und jedes Anliegen gleich wichtig nehmen. Ich habe bereits fixe Bezirkstouren eingeplant und werde für die Berufs­tätigen eine Abend-Sprechstunde einführen. Der Kontakt mit der Bevölkerung ist mir extrem wichtig.

Was mögen Sie an Favoriten? 

Die Mischung der Menschen und Grätzel. Wenn ich einen freien Kopf brauche, fahre ich auf den Wienerberg oder nach Oberlaa. Die Versorgung ist ausgezeichnet: Wir sind einer der wenigen Bezirke, wo es noch einen Bauernmarkt gibt, ein Erlebnis an Samstagvormittagen.

Wie soll Favoriten in zehn Jahren sein? 

Ich wünsche mir, dass das Zusammenleben im Bezirk gut funktioniert. Und dass die ­Austria Wien wieder Meister wird.

Posted from .

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.