Meidling hat Franz Hübel Park

Viele folgten der Einladung von Bezirksvorsteherin Gabriele Votava, die vor kurzem der Parkfläche zwischen Jägerhausgasse und Margarete-Seemann-Weg einen Namen gab.

Hetzendorfer Kaplan

Franz-Hübel-Park heißt jetzt die kleine Oase in unmittelbarer Nähe von Schloss Hetzendorf. Kaplan Franz Hübel war 54 Jahre lang in der Gemeinde Hetzendorf aktiv – er starb 2004 im Alter von 93 Jahren. Dass ein Park nach Hübel getauft wurde, freut besonders die Sudetendeutschen.

Sudetendeutsche

Vertreter der Sudetendeutschen Landsmannschaft brachten zur Feier gleich das bunte Stadtwappentuch von Neutitschein / Nový Jicin (Tschechien) mit. Dort hatte Hübel (geb. 1911) nach seiner Priesterweihe 1935 bis zu seiner Vertreibung 1950 gearbeitet. Bis 1945 bildeten Sudetendeutsche, früher Deutsch­mährer genannt, die stärkste Bevölkerungsgruppe in Neutitschein. Die Nazis erklärten Böhmen und Mähren zum Protektorat und tausende Tschechen wurden unter ihrem brutalen Regime deportiert und ermordet.

Umstrittene Dekrete

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurden dann die bis heute umstrittenen „Benes-Dekrete“ erlassen. Etwa 2,9 Millionen Menschen wurden auf Grund ihrer Zugehörigkeit zur deutschen Bevölkerung pauschal zu Staatsfeinden erklärt und vertrieben. Darunter auch Kaplan Franz Hübel.

  • Web: http://
  • Adresse: Franz Hübel Park, 1120 Wien