Michelangelos Sixtinische Kapelle in Wien

Die „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci, Albrecht Dürers „Feldhase“ oder Michelangelos „David“ zählen zu den herausragendsten Schöpfungen der Bildnerischen Kunst, die man zwar kennt, aber eigentlich auch wenigstens einmal im Leben mit eigenen Augen gesehen haben sollte. Ein weiteres Wunder, ebenfalls von Michelangelo di Lodovico Buonarroti Simoni geschaffen, sind seine monumentalen Fresken in der Sixtinischen Kapelle zu Rom – aber wollen Sie extra nach Rom fahren, um dort 5 bis 6 Stunden in der Schlange zu stehen und danach im 20-Minuten-Takt durch die Kirche geschleust zu werden ?

Das ist ab Herbst nicht mehr notwendig, denn 34 Fresko-Reproduktionen dieser einzigartigen Meisterwerke von Michelangelo in fast originalgetreuer Größe sind ab 30. August in Wien zu Gast und im Rahmen einer sensationellen Ausstellung in der Votivkirche zu sehen – ohne Zeitdruck geniessen, solange man möchte, auch nicht 20 Meter weit weg (denn in dieser Höhe sind die Fresken in Rom ausgeführt), sondern man kann den Kunstwerken direkt gegenüberstehen, Details geniessen und die vollendete Kunst Michelangelos ermessen.

Wann: 1. September – 4. Dezember 2016, täglich von 10 – 18 Uhr
Wo: Votivkirche, 9., Rooseveltplatz
Infos: sixtinischekapelle.at
Tickets: Tel.: 01/ 588 85 oder wien-ticket.at

2 Antworten
  1. Kunstmuseum Gehrke-Remund says:

    „Das Jüngste Gericht“ von Michelanglo als ungereinigtes XXL-Poster in der Votivkirche, Wien

    Das Poster in der Votivkirche bildet das Gemälde VOR dessen aufwändiger Reinigung in den Jahren 1990 bis 1994 ab. Dunkel, dreckig unansehnlich. 
    In der Votiv Kirche-Version sind auch alle Übermalungen wieder zu sehen. (z.B. einige der sogenannten Hosen) , die nicht von Michelangelo stammen. Warum reinigt man aufwändig das Gemälde und zeigt es dann ungereinigt. ???
    Schade, das gereinigte Gemälde – in seiner ganzen Pracht – hätte es verdient gezeigt zu werden.
    Ausserdem sind auf dem XXL-Poster unten das Kreuz und die Kerzen vom Altar abgebildet. 
    Michelangelo hat diese nicht gemalt – und diese verfälschen die Bildwirkung. Jesus am Kreuz hat absolut nichts mit den „Verdammten der Hölle“ am unteren Gemälderand zu tun. 

    Fotografien von Erich Lessing:
    In den Medien wird oft fälschlich behauptet: „Die Fotografien der Fresken stammen von Erich Lessing. Er war der einzige Künstler, der nach der Restaurierung in den 80er-, 90er-Jahren die Erlaubnis bekam, in der Sixtinischen Kapelle zu fotografieren.

    Das stimmt so nicht. In der „Show“ sind ja auch Poster mit Fotos VOR (z.B. Jüngste Gericht) und einige NACH der Reinigung zu sehen. Wie kann man nach der Restaurierung Fotos machen die dann das Gemälde VOR der Restaurierung abbilden ?
    Der Fotograf war NICHT Erich Lessing, sondern sein Bild-Archiv hat offensichtlich nur die Vermarktung der verschiedenen Fotografien vom Vatikan übertragen bekommen – wie viele andere Bildarchive ebenso.

    Lessing hat also diese Deckengemälde nicht selber fotografiert. Schon gar nicht liegend auf dem Gerüst wie einer der Veranstalter erklärt und auch nicht wie Michelangelo ( Michelangelo malte immer stehend.)

    Daher mag dies erklären, dass dieses XXL-Poster hier in der Votivkirche den Eindruck macht, dass die Fotografie vom ungereinigten Gemälde per Computer farblich aufgefrischt wurde und verwendet wurde. Warum eigentlich?

    Das darf man einem Welt-Meisterwerk und Michelangelo nicht antun.

    Bilder in Originalgröße ? Na ja. Das ist wohl „nicht ganz korrekt“ (z.B. gem. Wikipedia Maße bzgl. der Sixtinischen Kapelle Bilder).
    Keines der Poster zeigt die Gemälde der Sixtinischen Kapelle annähernd in Originalgröße.
    Mache sind sogar maßlos zu gross.

    Fresko-Stil? Wie will man auf gewebten Stoff eine Oberfläche im Fresko-Stil realisieren? Von den Farben ganz zu Schweigen. Könnten das die Veranstalter erklären ?

    Europa-Premiere?
    Zur Zeit ist ja in Köln eine weitere Sixtinische Kapelle -Foto-Ausstellung, ebenfalls mit dem Anspruch einer „Welt-Tour“.
    Die hat aber die Fotografien direkt vom Vatikanischen Museum erworben – und alles Fotografien der Kapelle nach der Restaurierung.

  2. Kunstmuseum Gehrke-Remund, Baden-Baden says:

    „Das Jüngste Gericht“ von Michelanglo als XXL-Poster in der Votivkirche, Wien

    Aber als Poster in der Votivkirche ist das Gemälde VOR dessen aufwändiger Reinigung in den Jahren 1990 bis 1994 abgebildet. Dunkel, dreckig unansehnlich. 
    Schade, das gereinigte Gemälde – in seiner ganzen Pracht – hätte es verdient gezeigt zu werden. Auch sind in dem gereinigten Gemälde einige Übermalungen, die nicht von Michelangelo stammen,  wieder entfernt worden.
    Eigentlich hiess es ja in den anfänglichen Pressemitteilungen in Wien und vorher in Montreal, dass Erich Lessing diese Fotografien NACH der Renovierung exklusiv machen durfte.
    z.B. Wiener Zeitung, 4.8.16: „Die Fotografien der Fresken stammen von Erich Lessing. Er war der einzige Künstler, der nach der Restaurierung in den 80er-, 90er-Jahren die Erlaubnis bekam, in der Sixtinischen Kapelle zu fotografieren, er hält weltweit die exklusiven Lizenzrechte für die Bilder.“
    Das mag wohl nicht ganz stimmen. Lessing hat dies nicht selber fotografiert.
    Daher mag zu erklären sein, dass dieses Poster hier in der Votivkirche den Eindruck macht, dass die Fotografie vom ungereinigten Gemälde per Computer farblich aufgefrischt wurde und verwendet wurde. Warum eigentlich?
    Das darf man einem Welt-Meisterwerk und Michelangelo nicht antun.
    Ausserdem sind auf dem Poster unten das Kreuz und die Kerzen vom Altar abgebildet. 
    Michelangelo hat diese nicht gemalt – und diese verfälschen die Bildwirkung. Jesus am Kreuz hat absolut nichts mit den „Verdammten der Hölle“ am unteren Gemälderand zu tun. 

    Andere Aussagen bedürfen auch der Korrektur:

    Erstmals in EUROPA zu sehen ? Eine sehr ähnliche Sixtinische Kapelle Foto-Ausstellung ist bereits seit Monaten in Köln/ Deutschland zu sehen.

    Bilder in Originalgröße ? Na ja. Das ist wohl „nicht ganz korrekt“ (z.B. gem. Wikipedia Maße bzgl. der Sixtinischen Kapelle Bilder).

    Fotograf Erich Lessing ?
    Gem. der eigenen Webseite wird vom Veranstalter erklärt, dass die Fotografien vom „Bildarchiv Erich Lessing“ stammen. Der Fotograf war also NICHT Erich Lessing, sondern sein Bild-Archiv hat offensichtlich nur die Vermarktung der Fotografien vom Vatikan übertragen bekommen – wie viele andere Bildarchive ebenso.

    Zur Zeit ist ja in Köln eine weitere Sixtinische Kapelle -Foto-Ausstellung, ebenfalls mit dem Anspruch einer „Welt-Tour“.
    Die hat aber die Fotografien direkt vom Vatikanischen Museum erworben – und alles Fotografien der Kapelle nach der Restaurierung.

    Also die Fotos und eine Ausstellung der Fotos „in nahezu Originalgröße“ (auch wenn sie dies nicht sind) ist nichts Besonderes – zumal ja die sogenannte „Welt-Premiere“ vom Aussteller Biallas/ SEE Global in Montreal/ Kanada im vergangenen Sommer wohl nicht so erfolgreich war.

    Seine geplante Tour durch Kanada (nach Montreal sollten Vancouver und Toronto folgen) kam überhaupt nicht mehr zustande.
    Auch seine „USA Premiere“ zum 2. März 2016 in Dallas wurde bereits Wochen vor der Eröffnung wieder „still und heimlich“ abgesagt. Nun soll ab Oktober dies dort nochmals probiert werden: „Firsttime ever in America“. Der Veranstalter verwechselt America mit den USA. Denn in Mexico Stadt ist weltweit der einzige -gelungene- Nachbau der Kapelle mit dem Deckenfresko seit Wochen zu sehen.

    Dennoch geht diese „Welt-Tour“ nun mit der „Europa-Premiere“ weiter.

    Nun Wien – viel Erfolg den Finanziers
    wünscht Renaissance Freund vom Kunstmuseum Gehrke-Remund, Baden-Baden

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