Mit Kurven und Beton zum ?Kalender-Hit

Ob Pirelli, Jungbauern, Feuerwehr: Die Idee, den Wandkalender zum sexy Wandschmuck zu machen, hatten schon viele. Dass der erste Baukalender 2009 wie eine Granate einschlagen würde, hätten sich die zwei Ini­tiatoren des Projekts bei der Premiere letztes Jahr folglich nicht gedacht. Das Erstlingswerk war im Nu vergriffen. Für das Werbeprodukt der kleinen Floridsdorfer Softwareschmiede ISHAP, die mit einem manipulationssiche­ren Personalerfassungsprogramm für Baustellen einen Volltreffer landete, liegen heuer sogar Vorbestellungen aus Russland, den USA und Japan vor.

Ein flotter Kalender, auch für die Frauen

Vor der eindrucksvollen Kulis­se der interessantesten Wiener Baustellen ranken sich diesmal nicht nur Frauen um das Baugerüst – wer den Kalender verkehrt herum aufhängt, bekommt ausschließlich fesche Männer geboten!

Neu war heuer auch die Auswahl der Models. Sie erfolgte im Gegensatz zu 2009 im Rahmen eines mehrstufigen Castings. Insgesamt 40 Models kämpften im Praterdome um die Chance, fotografiert zu werden. Beim Casting-­Finale am 18. Juni wählte eine Promi-Jury unter Vorsitz von Baumeister Richard Lugner die Models aus.

Gleich geblieben sind hingegen der persönliche Aufwand des Initiators Thomas ­Korol, der als Baumeister und ­ISHAP-Boss die zündende Idee auf den Baustellen dieser Stadt tatkräftig umsetzte, und der kreative Einsatz des fotografischen Senkrechtstarters Christian Glasner, der sich innerhalb von vier Jahren über die Umwege Fashion-TV und Penthouse-Magazin mit dem Baukalender zu einer fixen Größe der Fine-Art-Fotografie mauserte.

Thomas Korol ist von der sinnlichen Anziehungskraft der Kombination Beton, Stahl und Kurven immer noch überrascht: "Ich hätte nie gedacht, dass unsere Aktion derart viel Anklang findet und die Präsentation unseres ISHAP-Baukalenders plötzlich zum größten Szenetreff der Baubranche wird. Dass wir mit der heurigen Neuauflage auch der Forderung vieler Damen, die maskuline Seite des Baus abzubilden, entsprechen können, freut mich besonders.“

Eine Mischung aus Erotik und Sport

Als Tüpfelchen auf dem i wurde mit Thaibox-Weltmeis­ter Fadi Merza auch ein prominenter Sportler als astreiner Bau­arbeiter in Szene gesetzt. Obwohl die Nachfrage nach dem Wendekalender (zwölf Männerseiten vorne, zwölf Frauenseiten hinten) als Kultobjekt beachtlich ist, bleibt die Auflage auf bescheidene 6.000 Stück beschränkt.

Kalender-Anwärterin aus Penzing

Model Oxana

"Leider nein“ hieß es für die attraktive Oxana Jilek (25) aus der Linzer Straße beim Casting. "Ich war schon ein bisschen enttäuscht, weil ich damit gerechnet hatte, genommen zu werden“, sagt die gebürtige Moskauerin, die seit 1998 in Penzing lebt. Das Hobby­model studiert Dolmetsch (Russisch, Englisch, Deutsch) und würde es wieder probieren: "Na klar, das hat mir echt Spaß gemacht.“ (stein)

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