Museum als Klassenzimmer

Direkt vor Picasso und Michelangelo stehen: Damit soll Lernen noch mehr Spaß machen

Bilder bzw. Kunstwerke sagen mehr als tausend Worte – und erzählen viel über Menschen, Epochen und Kultur. Die Pädagogische Hochschule Wien (PH Wien) und die Albertina haben mit "kunst.ac“ ein neues Weiterbildungsangebot entwickelt.

Ab dem Wintersemester 2010/11 können sich Lehrer aller Unterrichtsfächer und Schularten in Sachen Museums­pädagogik qualifizieren. Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder bei der Präsentation: "Wir sind sehr stolz darauf, dass die  Albertina eine Vorreiterrolle im Bereich der museumspädagogischen Fortbildung  einnimmt. Erstmals werden Lehrer im Rahmen dieser Ausbildung gezielt und vor Ort  auf den Museumsbesuch mit einer Schulklasse vorbereitet.“ Damit eröffnet sich ihnen gleichzeitig eine neues berufliches Betätigungsfeld: jenes des Kunst- und Kulturvermittlers in einem Kunstbetrieb.

In vier Modulen erfahren die Pädagogen, wie sie einen Museumsbesuch in den Unterrichts­alltag integrieren können. Die Basisinformationen?–?Einführung in die Kunst- und Kulturgeschichte, neue Medien, Geschichte und Konzepte des Museums, Vermittlungsmethoden etc. – werden in den verschiedenen Modulen angeboten. Ziel ist es, dazu zu animieren, dass künftig mit Kindern während des Unterrichts, aber auch als attraktive Nachmittagsangebote ergänzende Ausflüge und Projekte von den Lehrern organisiert werden.

"Dieser Lehrgang in Kooperation mit der Albertina soll ein erster Schritt zu einer intensiven Zusammenarbeit beider Institutionen sein“, freute sich PH-Wien-Rektorin Dagmar Hackl anlässlich der Präsentation von "kunst.ac“. Bundesminis­terin Claudia Schmied lobte die vielfältigen Möglichkeiten der Kunstvermittlung, die sich dadurch eröffnen. "Die Fortbildungsreihe stärkt die bessere Vernetzung von Schulen und Kultureinrichtungen, die ich in meinem Ressort als zentrale kulturpolitische Aufgabe mit Intensität verfolge“, so Schmied.

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