Musterbeispiel für Grätzel-Belebung

Der erste Blick ist atem­beraubend, wenn man durch den Haupteingang bei der Goldschlagstraße kommt. Baustelle so weit das Auge reicht. Riesige Kräne. Herumkletternde Arbeiter, Helme tauchen überall auf und versinken wieder. Auf 25.000 Quadratmetern ­entsteht hier ein neues Wirtschaftszentrum mitten in Penzing. Die optimale Kombination aus Arbeiten, Wohnen, Freizeit, Entspannung, mit Parkplätzen und Anbindung an die Öffis.

TV-Macher von W24 und Okto live dabei

Für die TV-Macher von Okto und dem Stadtsender W24 ist der Baustellen-Anblick genauso Routine wie für die Hightech-Experten der "Lasergruppe Prihoda“ oder der Firma "Wittner“. Oder jener Sicherheitsfirma, die längst in dem Gewerbehof in Breitensee zu Hause ist. 20 Betriebe sind im alten, bereits renovierten Trakt des "Vierkant-Parks“ heute ­untergebracht. Und fühlen sich wohl, wie der Lokal­augenschein von Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner Mitte Oktober (das WIENER BEZIRKSBLATT berichtete) bei den Hightech-Firmen bestätigte: "Toll, dass sich die beiden Betriebe so wohlfühlen und nicht an eine Abwanderung in den Osten denken.“

40 Firmen werden sich niederlassen

Ab 2012 werden es etwa doppelt so viele wie jetzt sein, die in dem neuen Wirtschaftspark, den die Wien Holding finanziert, beheimatet sind. Mit insgesamt rund 1.000 Arbeitsplätzen. Dazu kommt ein Neubautrakt der Genossenschaft "Neue Heimat“ mit 75 geförderten Mietwohnungen. "Dafür ist der Spatenstich ebenfalls schon erfolgt“, so Wien-Holding-Geschäftsführerin ­Sigrid Oblak.

Jener Neubautrakt, der ­vorige Woche feierlich seiner Bestimmung übergeben wurde, betrifft die Büroräumlichkeiten. Auf fünf Etagen entstehen gewaltige 10.000 Quadratmeter Geschäftsflächen. Bei der Innenraumgestaltung wird viel Wert auf Luft, also die größtmögliche Raumhöhe gelegt. Außerdem entstehen neun in sich abgeschlossene Einhei­ten, die sich für Serviceeinheiten oder Ateliers eignen. Manche können dann nach der Fertigstellung 2012 ganz hoch hinaus. Zumindest, wenn sie in einem der Dach­geschoß-­Büros residieren. Von dort hat man sogar den Ausblick auf die Gloriette und auf den Schönbrunner Schloss­park. Wenn man vor lauter Arbeit dazukommt, aus dem Fenster zu blicken …

Telefone wurden vor 100 Jahren gebaut

Zurück zum äußeren Erscheinungsbild. Wer sich auf der Seite der Goldschlagstraße dem Bau nähert, wird gleich die Backsteinziegel bemerken, die an die Jahrhundertwende erinnern. So ist es beim Gewerbehof auch. Er ist mehr als 110 Jahre alt und viele Händler und Gewerbetreibende schlossen sich einst zusammen, um alles an einem Ort anbieten zu können. So wurden in der Goldschlagstraße früher ­Telefonapparate produziert – genau, die alten mit der riesigen Wählscheibe.

Im Laufe des letzten, des 20. Jahrhunderts, konnte der ­Gewerbehof nicht immer an seine Blütezeit anschließen, ehe 2007 beschlossen wurde, daraus etwas Großes und Zukunftsträchtiges zu machen.

  • Adresse: Missindorfstraße, 1140 Wien

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