Nahversorger kämpft um sein Überleben

Eine Institution im Wilhelminenspital-Grätzel bangt um ihre Existenz. Seit 1961 ist der Fleischhauer-Betrieb Klaghofer in einem Altbau in der Rankgasse 25 ansässig. Ein Nahversorger der alten Schule, der auch für das Wilhelminenspital wichtig ist. Zum 50-jährigen Bestehen gab es vor kurzem den Schock: Klaghofer wurde vom Bezirksgericht Hernals über das von seinem Vermieter, einem Wiener Baumeister, angestrengte Kündigungsverfahren informiert. Als Gründe wurden "unsachgemäßer Gebrauch des Mietgegenstandes" sowie "unleidliches Verhalten" angegeben.

Herbert Klaghofer: Dann droht Konkurs

"Diese Räumungsklage ist völlig ungerechtfertigt. Wir bemühen uns sehr, alles rein zu halten, mehr zu waschen
und haben sogar in neue ­Türen inves­tiert", so Firmen-Boss ­Herbert Klaghofer zum WIENER BEZIRKSBLATT. "Ein Auszug würde für den Betrieb den Konkurs bedeuten." Was auch Bezirksvorsteher Franz Prokop empört: "Viele Bewohner sind schockiert, dass der Traditionsbetrieb, bei dem es bisher keinerlei Beanstandungen gab und der für seine hervorragende Ware bekannt ist, möglicherweise zusperren muss." Erste Verhandlungsrunde ist am 30. März.

"Der Schutz der Mieter hat in Wien höchste Priorität, auch wenn es gewerbliche Mieter sind", betont Wohnbaustadtrat Michael Ludwig dazu. "Wo immer es Anzeichen für unlauteres Verhalten von Hausverwaltungen und Vermietern gibt, werden von Seiten der Stadt sämtliche ­Dienststellen eingeschaltet." So wurde Klaghofer von Mietrechtsexperten der Gebietsbetreuung GB*16 umfassend beraten.

  • Adresse: Rankgasse 25, 1160 Wien

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