Nelson Mandela ist tot

"Wien verneigt sich vor dem Lebenswerk Nelson Mandelas. Denn er hat mit seiner Menschlichkeit nicht nur die Geschichte seines eigenen Landes geprägt, sondern war der ganzen Welt mit seinem Mut und seiner Beharrlichkeit ein politisches Vorbild dafür, wie der Einsatz für Frieden, Demokratie und Menschenrechte auch in ausweglos scheinenden Situationen erfolgreich sein kann", sagen Bürgermeister Michael Häupl und Vizebürgermeisterin Renate Brauner in einer ersten Reaktion auf den Tod des Friedensnobelpreisträgers.

Kampf für Gleichberechtigung

Nelson Mandela hat in seiner Heimat Südafrika gegen das Apartheid-Regime und die Unterdrückung der Schwarzen gekämpft. Als politischer Gefangener hat er 27 Jahre in Haft verbracht. Am Tag seiner Freilassung hat Mandela in einer Rede vor 120.000 Zuhörern seine Politik der Versöhnung eingeleitet. Er hat die Menschen zur Mitarbeit an einem "nichtrassischen, geeinten und demokratischen Südafrika mit allgemeinen, freien Wahlen und Stimmrecht für alle" einlud. Dafür hat er 1993 den Friedensnobelpreis erhalten. 1994 wurde er zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt.

Schwarze Flaggen am Wiener Rathaus

Die Stadt Wien hat enge Beziehungen zu Südafrika und unterstützt Initiativen zum Ausbau von Bildungseinrichtungen. "Diese Initiativen leben vom Spirit, der Kraft und der Gemeinschaft für die Nelson Mandela unser aller Vorbild war. Seinem bewundernswerten Einsatz für ein friedliches Zusammenleben wird Wien daher sicher auch in Zukunft verbunden bleiben", sagen Häupl und Brauner. Als Zeichen der Trauer und Anerkennung wurden am Wiener Rathaus schwarze Flaggen gehisst.

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