Neue Ära für den Wohnbau

Umwelt- und Klimaschutz und der sparsame Umgang mit Energieressourcen haben im geförderten Wiener Wohnbau seit vielen Jahren einen zentralen Stellenwert. Dabei spielt auch die Passivhaustechnologie schon seit Jahren eine wesentliche Rolle. Diese Führungsrolle wird mit zwölf fertiggestellten Projekten im Passivhausstandard mit rund 1.150 Wohneinheiten eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Für den Landstraßer Bezirksvorsteher-Stellverteter Rudolf Zabrana stellt Eurogate einen großen Gewinn dar: „Neben dem Karree St. Marx und der Neugestaltung des Bahnhofs Wien-Mitte bildet Eurogate einen dritten wichtigen Impuls, von dem nicht nur der 3. Bezirk, sondern ganz Wien profitiert“, freut sich der Bezirks-Vize über die weitere Entwicklung.

„Wien ist bereits jetzt Weltmeister im mehrgeschoßigen Passivhausbau. Mit Eurogate entsteht die größte Passivhaussiedlung Euopas. Mit der Realisierung dieses Projekts stellt die Stadt Wien einmal mehr ihre Vorreiterrolle im ökologischen Wohnbau unter Beweis. Einerseits ersparen sich die Mieter eines Passivhauses rund 230 Euro an Heizkosten im Jahr im Vergleich zu einem Niedrigenergiehaus. Andererseits profitiert auch die Umwelt, denn jede Wohnung im Passivhausstandard spart rund 500 kg an Treibhausgasen jährlich“, erklärte Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister Michael Ludwig im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT.

Die Gesamtbaukosten der Bauprojekte betragen rund 103 Millionen Euro, die Stadt Wien unterstützt die Errichtung aus den Mitteln der Wohnbauförderung mit rund 36 Millionen Euro und schießt weitere 3,8 Millionen Euro an Passivhausförderung zu. Ab Herbst 2011 werden 824 Wohnungen, davon 704 geförderte, ihren Bewohnern übergeben.

Top-Infrastruktur mit viel Grünraum

In der zweiten Bauphase werden rund 1.000 weitere Wohnungen errichtet. Am Projekt „Eurogate“ sind die Wohnbauträger Heimbau, ÖSW, Sozialbau, ARWAG und die BAI beteiligt. Der neue Stadtteil Eurogate ist sehr gut an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen und kann mit der Flughafenschnellbahn S7 (Station St. Marx), mit den Schnellbahnlinien S1, S2, S3 und S15 (Station Rennweg) sowie mit den Straßenbahnlinien 18 und 71 (Stationen ­Landstraßer Hauptstraße/Rennweg und St. Marx) gut erreicht werden. Die Buslinie 74A bindet das Gebiet an das Zentrum Landstraßer Hauptstraße an.

Eine zusätzliche Standortaufwertung wird sich durch die Errichtung der U-Bahn-Linie U2-Süd mit einer Station im Kreuzungsbereich Landstraßer Hauptstraße/Rennweg er­geben. Die Erschließung für den Individualverkehr erfolgt großräumig über die A23 Südosttangente, den Landstraßer Gürtel, die Landstraßer Hauptstraße bzw. den Rennweg und die Schlacht­hausgasse, kleinräumig über die Aspangstraße bzw. über eine neu zu errichtende Straße. Im Kreuzungsbereich Landstraßer Hauptstraße/Rennweg ist ein Einkaufszentrum geplant.

  • Adresse: Landstraße -, 1030 Wien

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