Neue Endstation U2 – katastrophale Verkehrsanbindung zur U-Bahn und keinerlei P+R – Möglichkeit

Intervall des 98A völlig unakzeptable 10-20 Minuten
Keine P+R – Möglichkeit, weder für Autos noch für einspurige KfZ

Vor einem Jahr hat meine Vorfreude auf die Eröffnung der neuen U2-Endstelle „Aspernstraße“ begonnen.
Ich wohne in Essling (nähe Bushaltestelle 98A) und arbeite am Schottentor, man kann sich also vorstellen, welch Zeit- und Sprit-, also Geldersparnis, ich mir erwartet habe.

Nun war es am 02.10.2010 endlich soweit:
Die U-Bahnverbindung ist grandios, Fahrzeit 17 Minuten von “Aspernstraße“ bis „Schottentor“ mit der U2. Die Haltestellen sind alle toll gestaltet, bei der Endstelle gibt es u.a. einen Bäcker, ein Blumengeschäft, Fahrscheinautomaten – was will man mehr – auf den ersten Blick.

Auf den zweiten Blick weiß ich es:
Ich möchte
1) mit einem Bus, der NICHT überfüllt ist und in angemessenen Intervallen fährt (das sind für mich 5 – 7 Minuten zu Spitzenzeiten), zur U-Bahn-Endstelle gelangen
und
2) ein Kraftfahrzeug bei der Endstelle abstellen können (Auto oder Motorrad)

BEIDES IST NICHT GEGEBEN!

Ich konnte es nicht glauben!

Zu Punkt 1):
Die Linie 98A fährt in der Früh zwischen 06:05 Uhr und 08:05 in 10-Minuten-Intervallen und ist um 07:00 Uhr herum vollkommen überfüllt. Die Linie 98A dient nämlich nicht nur neuerdings als U-Bahn-Zubringer sondern (seit Jahren!) als Zubringer für viele Schüler z.B. ins Gymnasium in die Heustadelgasse!
Die gleiche Situation um die Mittagszeit: hier fährt der Bus ebenfalls nur in 10-Minuten Intervallen, ansonsten sogar in 20-Minuten-Intervallen. Für einen Zubringer zu einer U-Bahn-Endstelle völlig unzureichend, denn es sind auch zu Mittag/am frühen Nachmittag viele Schüler und Berufstätige unterwegs.

Die U-Bahn wird mit diesen Intervallen ad absurdum geführt!
Zeitersparnis gibt es im Endeffekt also praktisch keine!

Zu Punkt 2):
Weil ich nach der Arbeit auch manchmal Einkäufe zu erledigen habe, fahre ich gerne ab und zu mit dem Auto bis zur U-Bahn.

Wien hat es wieder einmal geschafft (es wird ja auch plakatiert: „Wien ist anders“):

Bei der supertollen U2 gibt es an der neuen Endstelle KEINE (= Null!) Parkmöglichkeiten. Weder für PKW noch für einspurige Kraftfahrzeuge. Dafür gibt es geschätzte 100 Fahrradständer.

Was ist von so einer Verkehrsplanung zu halten?
Sollen die Bürger der Stadt Wien provoziert werden?

Allerdings befindet sich unter der U-Bahn-Trasse bei der Endstelle eine riesige, wunderbar asphaltierte Fläche, die für geschätzte 50 PKW Parkplätze bieten würde. Der Haken: diese Fläche ist baulich als Gehsteig gewidmet. „Mutige“ Autofahrer, wie ich selbst auch, benützen nun die Busspuren um zu den an den Kreuzungen abgeschrägten Ecken des Riesengehsteiges zu gelangen und unter der U-Bahntrasse dennoch zu parken.
Es hagelte bis jetzt noch keine Strafzettel – hat jemand bei der Verkehrsplanung ein schlechtes Gewissen bekommen? Überlegt man sich hier mittlerweile doch eine P+R-Lösung? Wird die vorhandene Fläche als Parkraum freigegeben?

Ich wünsche mir daher
? ein Überarbeiten des Oberflächennetzes mit U-Bahn-adäquaten Intervallen für die Zubringer-Busse
? Schaffung von intelligenten P+R-Möglichkeiten

  • Adresse: Erzherzog Karl Straße 203, 1220 Wien

2 Antworten
  1. richard kotnauer says:

    liebe zeitgenossen die station aspernstrasse ist nur vorübergehend eine endstation da ja weitergebaut wird bis in die asperngründe ausserdem würde es dort parkplätze geben wären sie von den einpendler aus niederösterreich total verparkt ergo hat man aus weiser voraussicht erst gar keine parkplätze vor ort errichtet

  2. Ingrid Klade says:

    ein hoch dieser Dame!!! In meinem Bekanntenkreis hab ich nur die gleichen Melungen gehört aber niemand trat sich etwas zu sagen.Endlich jemand der seine Meinung ausspricht. Meine Meinung dazu ist sowieso dass die Esslinger von Wien abgeschnitten sind. Ich wohne in der Schafflerhofsiedlung. Das heißt der Bus 99B (alle 20Min und der letzte um 21Uhr) Ich hoffe das es wenigstens eine Anbindung zur neuen Station Seestadt geben wird. Das scheint noch nirgends auf. Die Parkplätze an den U-bahnen sind sowieso ein Witz. Der sogenannte Spielplatz ist für Kinder auch lebensgefährlich. Auf einer Anhöhe wo Kleinkinder super runterpurzeln bis auf den Beton. Ganz super durchdacht.Meine Schwester (aus Australien) hat so eine Situation bereits beobachtet und traute ihren Augen nicht. Sie fragte mich woher wir in Wien unsere Architekten und Planer haben. Mit Recht. Aber wie schon gesagt WIEN IST ANDERS

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *