Neue Wohnungen im alten Tröpferlbad

Könnten die Mauern des Ratschkybades sprechen, hätten sie wohl viel zu erzählen. Erbaut von 1924 bis 1926, sollte das Tröpferlbad all jenen Menschen, die daheim kein fließendes Wasser hatten, die Möglichkeit zur Körperpflege bieten.

Unter Denkmalschutz gestellt

1993 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt und 2006 wurde das Ratschkybad wegen eines Wasserschadens offiziell geschlossen. 2012 wurde das Haus von einer Bauherrengemeinschaft erworben, um es zu sanieren und 20 Wohnungen zu bauen. Die Eigentümer planen bis Mitte März mit den Arbeiten zu beginnen. Fassade, Dachform und Stiegenhaus werden originalgetreu erhalten.

Leistbarer Wohnraum

Da die Bausubstanz des Ratschkybades in sehr schlechtem Zustand ist, rechnen die neuen Besitzer mit reinen Baukosten von etwa 4,5 Millionen Euro. Georg Gratz von der Bauherrengemeinschaft erklärte im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT: „Das Ratschkybad ist ein architektonisch sehr interessantes Objekt. Wir wollen hier keine Luxuswohnungen bauen, sondern – in Abstimmung mit der Stadt Wien – leistbaren Wohnraum in einem aufstrebenden Bezirk wie Meidling schaffen.“

  • Adresse: Ratschkygasse 26, 1120 Wien