Neuer Investor sichert Zukunft der Sofiensäle

Doch nicht nur Wohnungen werden gebaut. Auch der denkmalgeschützte ehemalige "Große Saal“ wird einer zeitgemäßen kulturellen Nutzung zugeführt und so weiter für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Begleitende gastronomische Infrastruktur wird dafür sorgen, dass dieses historische Areal als Ort der öffentlichen Begegnung wiederbelebt wird.
Die IFA hat das Areal entlang der Marxergasse 17 zur Gänze vom bisherigen Eigentümer ARWAG erworben.

Historischer Teil wird integriert

"Die ARWAG ist bekannt für ihre Kompetenz im Errichten von Wohnraum. Sie wird ab 2011 auf dem benachbarten Bauplatz 60 neue Wohnungen errichten“, kommentiert Stefan Hawla, Unternehmenssprecher der ARWAG, im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT die jüngste Entwicklung. "Es entsteht so für alle Beteiligten eine Win-win-Situation, denn die ursprüngliche Idee, ein Hotel zu errichten, war – auch bedingt durch die allgemein geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – nicht realisierbar“, so Hawla weiter. Kern des Nutzungskonzepts ist die Integration der denkmalgeschützten Gebäudeteile (dazu zählen die nach dem Brand 2001 verbliebene Fassade, das Foyer sowie der "Große Saal“) in die Projektplanung sowie das historische Gelände als öffentlich zugängliches Areal zu gestalten.

Wohnraum und Kulturzentrum

"Betrachtet man die Geschichte der Sofiensäle, war dieses Areal immer für die Bürger öffentlich zugänglich. Ursprünglich wurde ja der ,Große Saal des Sophienbads‘ im Winter als Schwimmhalle, im Sommer unter dem Namen Sofiensaal als Tanz-, Konzert- und Versammlungssaal genutzt. Nun wird hier bis 2013 nicht nur neuer Wohnraum, sondern auch ein kulturelles Zentrum entstehen. Ateliers und Ausstellungen sowie zahlreiche weitere Kulturinitiativen sind für den Standort geplant“, erläutert Ferdinand Lechner, Vorstand der IFA Finanzgruppe, das geplante Nutzungskonzept.

"Durch den Eigentümerwechsel ist aus Plänen ein konkretes Projekt entstanden. Ein gutes Ende ist absehbar." BV-Stv. DI Rudolf Zabrana

Dazu kommt auf rund 1.300 m2 ein eigener Gastronomiebereich mit Restaurant und Kaffeehaus sowie Geschäftsflächen, die für zusätzliche Attraktivität sorgen werden. Auf dem Großteil der insgesamt rund 11.700 m2 umfassenden Nutzfläche werden bis 2013 rund 90 neue Wohnungen sowie eine Tiefgarage errichtet werden. Derzeit laufen auch Gespräche über eine mögliche Kooperation mit einer Bildungseinrichtung. "Die Idee ist, neben der Schaffung von Wohnraum und der kulturellen Nutzung, mit einem renommierten Partner auch einen gezielten Beitrag zur Aus- und Weiterbildung in Wien zu leisten“, so Lechner weiter.
Der Baubeginn ist für das zweite Quartal 2011 fixiert, die Fertigstellung ist bis Ende 2013 geplant. Die Baukosten betragen rund 22 Millionen Euro.

  • Adresse: Marxergasse 17, 1030 Wien

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