Neunzig Minuten Überlebenskampf

Wenn der Wiener Krankenanstaltenverbund wegen einer Katastrophe Alarm schlägt, wirken die sechs Wiener Unfallabteilungen der größeren Spitäler optimal zusammen, um möglichst jedes Leben zu retten – theoretisch. Damit das in der Praxis trotz Hektik klappt, wird geübt, seit 2007 in jedem Spital der Stadt Wien jährlich.

Katastrophenübung

Am 12. April, 10 Uhr, wurde die Unfalleinfahrt des Donauspitals für 90 Minuten gesperrt, um die (simulierte) Zuteilung von 50 Leicht- bis Schwerverletzten zu bewältigen. Gemimt wurden diese von Bundesheer-Rekruten und Krankenpflegeschülern. Alle Rettungsdienste der Stadt waren jeweils mit einem Einsatzwagen vertreten. In den Bettenstationen des SMZ Ost merkte man von all dem nichts – dort herrschte Normalbetrieb, während die Statisten der intensivmedizinischen Betreuung zugeführt, Notoperationslisten erstellt und korrigiert und – ebenfalls gespielte – Angehörige beruhigt wurden. „Während nun in der medizinischen Versorgung über Verbesserungsdetails diskutiert wird, müssen im Ernstfall mehr Angehörigenbetreuer der Akutbetreuung Wien angefordert werden“, zieht KAV-Expertin Dr. Drapalik positiv Bilanz.

  • Adresse: Langobardenstraße 122, 1220 Wien

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