Pfeffer-Pfarrer will nicht wild sein

Rechtzeitig vor Weihnachten ist in der Simmeringer Hasenleiten wieder Ruhe eingekehrt. Denn seit Wochen gibt es kein anderes Gesprächsthema (auch das WIENER BEZIRKSBLATT berichtet in seiner aktuellen Print-Ausgabe für Simmering): In seinem Kampf gegen Hundstrümmerln am Grünstreifen vor seiner Kirche hat der dortige Pfarrer an die zwei Kilo reinen Pfeffer ausgestreut.

Er wurde von Hundebesitzern dabei beobachtet. Eine gefährliche Aktion des Simmeringer Geistlichen, der nicht genannt werden will: Die extreme Schärfe von Pfeffer kann zu schweren Verätzungen im Rachenraum oder zu inneren Verletzungen im Magenbereich der Tiere führen. Und das Ausstreuen ist in Österreich verboten.

"Aber ich bin ja gar nicht böse", beteuert der Pfarrer im WBB-Gespräch. "Warum das alles so negativ dargestellt wird, verstehe ich nicht. Das tut mir wirklich weh." Weh hätte es auch den Hunden tun können. Der Wiener Tierschutzverein nahm sich der Sache an und führte ein Gespräch mit dem "Pfeffer-Mann": Demnach hätte er durchaus Einsicht gezeigt und zugesichert, dass so etwas nicht mehr passieren werde.

Ist auch besser so, sonst drohen weit mehr Konsequenzen als nur ein klärendes Gespräch um des lieben Weihnachtsfriedens willen.

  • Adresse: Hasenleitengasse, 1110 Wien

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