Politstreit um Federkrone

Der 400-jährige Streit um den Federkopfschmuck des Völkerkunde-Museums soll noch vor dem Sommer beigelegt werden. Viele Mexikaner halten das Schmuckstück für die legendäre Federkrone des Montezuma, des 1520 getöteten letzten Azteken-Herrschers?– dementsprechend groß ist die historische und spirituelle Bedeutung des edlen Stücks. Sabine Haag, Direktorin des Kunsthistorischen Museums (zu dem das Völkerkunde-Museum gehört), versteht "den Wunsch Mexikos, die Krone dort zu zeigen", zuvor müsse allerdings die "grundsätzliche Transportfähigkeit" untersucht werden. Erst dann werde über eine "allenfalls befristete Leihgabe  entschieden", bei der auch die Politik noch ein gewichtiges Wörtchen mitreden wird. Heimische Experten meinen, der "Penacho" war nicht die Herrscherkrone von Montezuma, sondern eine Kopfbedeckung aztekischer Priester. Im Jahr 1575 schien der Federschmuck erstmals in einer Inventarliste in Europa auf, 1880 kam er nach Wien.

  • Adresse: Maria Theresien-Platz, 1010 Wien

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