Positiver Weihnachtsstress?

Die Zeit vor Weihnachten ist laut epidemiologischen Studien weniger stressig, als man glauben wu?rde. Außerdem werden laut Gerhard Blasche, Erholungsforscher am Institut fu?r Umwelthygiene am Zentrum fu?r Public Health der MedUni Wien, psychiatrische Dienste zur Weihnachtszeit weniger als sonst beansprucht.

Die Zahl depressiver Erkrankungen nimmt jedoch zur Weihnachtszeit zu, wofu?r Blasche aber einen einfachen Grund kennt: „Dafu?r sorgt der Winter mit den ku?rzeren Tagen, weniger Tageslicht und der Ka?lte. All das macht uns ein wenig geda?mpfter, weniger lustig und vielleicht auch ein wenig tru?bsinniger. So gesehen ist der Weihnachtsstress durchaus gut, denn er aktiviert uns, gibt uns ein Ziel und schafft Vorfreude.

Das Weihnachtsfest selbst ist aus wissenschaftlicher Sicht aufgrund der kulturellen Verankerung, der sozialen Komponente mit dem Zusammenkommen der Familie und dem gemeinsamen Verbringen von Zeit ebenfalls u?berwiegend positiv.

Allerdings ist Weihnachten u?berall pra?sent – mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen. „Am gemeinschaftlichen Zeichen Weihnachten kann man nicht voru?bergehen. Fu?r viele, die Weihnachten feiern, ist das scho?n. Diejenigen, die Weihnachten nicht begehen, fu?hlen sich tendenziell jedoch unangenehm beru?hrt und ein wenig ausgeschlossen“, so Blasche zu Aspekten, die besonders Menschen mit einem anderen kulturellen oder religio?sen Hintergrund negativ beru?hren ko?nnen.

Tipps fu?r eine gelungene Weihnachtszeit

Mit einigen einfachen Tipps la?sst sich die Weihnachtszeit besonders angenehm erleben:

* Ein gewisses Maß an Stress in der Vorweihnachtszeit ist gut und erho?ht sogar die Vorfreude auf Weihnachten.
* Die Erwartungen an das Weihnachtsfest nicht zu hoch schrauben.

* Zu Weihnachten muss nicht alles perfekt sein, wichtig ist es zusammen zu sein, die
zwischenmenschliche Komponente ist das Entscheidende.

* Geschenke sind scho?n, aber bei weitem nicht das Wichtigste.

* Sich bewusst Zeit fu?r sich selbst nehmen und nicht nur an die anderen zu denken.

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