Reserve-Ganslwirt kommt nach Wieden

Bis zu 300 Drogenkranke benötigen in Wien eine Tagesbetreuung – weil der alte Standort in der Maria­hilfer Esterházygasse aus allen Nähten platzt, erhalten sie ­diese ab April am Wiedner Gürtel 16 in den Lokalen des 2008 erstochenen Boxweltmeis­ters Edip Sekowitsch.   

„Wirt“ nimmt seine Anrainer sehr ernst

Der Reserve-Ganslwirt unter dem Namen „TaBeNo“ (Tageszentrum, Betreuung, Notschlafstelle) wird eine Notschlafstelle und ein Tageszentrum aufweisen. Nach Bekanntwerden des provisorischen Standorts in Wieden hagelte es Proteste – vor allem von ÖVP und FPÖ. Unter Anrainern wurde ein Protest-Flugblatt unbekannter Herkunft verteilt, mit scharfer Kritik an der VP-Bezirksvorsteherin, obwohl diese sich vom Projekt distanzierte. „Als der Ganslwirt 1990 im 6. Bezirk eröffnet wurde, haben wir besorgte Anrainer immer ernst genommen“, so Heike Hromatka, Sprecherin der Wiener Drogenkoordination. Durch Aufklärung (letzte Anrainerversammlung am 24.3.) und wenn nötig mehr Polizei und Sozialarbeiter vor Ort, die allen Anrainern zur Verfügung stehen, werde es aber auch in Wieden gelingen, Ängste zu nehmen: „Auch die Polizei bestätigt, dass es im 6. Bezirk zu keiner Häufung von Einsätzen kam“, so Hromatka. Das Wied­ner TaBeNo wird außerdem über einen eigenen Eingang und ein eigenes Stiegenhaus verfügen: Zwischen Anrainern und Suchtkranken wird es somit keinen direkten Kontakt im Haus geben. (db)  

Fragen ans TaBeNo, Tel.: 810 13 01-108, tabeno@vws.or.at .

  • Adresse: Wiedner Gürtel 16, 1040 Wien

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *