Bei vermutetem Rheuma drängt die Zeit

In der Rheumato­logie zeichnet sich eine Trendwende ab. Vereinfacht gesagt: Auch ohne letztgültige Diagnose wird bereits mit einer Therapie begonnen. „Früher rieten die Ärzte bei möglichen rheumatischen Beschwerden zum Abwarten“, sagt Rheumatologe Dr. Klaus Machold. Er plädiert dafür, bei einer „halbwegs plausiblen Diagnose“ so früh wie möglich mit einer Therapie zu beginnen, was im besten Fall dazu führt, dass die Krankheit erst gar nicht ausbricht. Erste Anzeichen einer möglichen rheumatischen Erkrankung sind etwa Schwellungen in den Fingergrund- und -mittelgelenken. Allerdings, so Machold, sei bereits die erste Dia­gnose äußerst ­verlässlich und bestätige sich nach sechs Monaten in neun von zehn Fällen. Es gelte, ein Zeitfenster zu nützen, um Erfolge zu erzielen. Denn: „Rheuma führt nicht nur zu Beschwerden“, sagt Machold. „Rheumatiker haben ein Herzinfaktrisiko und können um zehn Jahre früher sterben als ­andere Menschen.“

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