Sängerknaben bauen eine Brücke nach Japan

Erst ein Erdbeben, dann ein Tsunami und schließlich eine Reaktorfiasko: Wie sehr die Menschen in Japan an den Folgen dreier Naturkatastrophen zu leiden haben, kann wohl niemand ermessen. Auch die Wiener Sängerknaben nicht, die das Land seit 1955 regelmäßig besuchen. Weil Japan für den Wiener Traditionschor in all den Jahren zum zweiten Zuhause geworden ist, will dieser nun helfen: Am 14. April singen die Knaben in der Wiener Stadthalle ein Benefizkonzert unter dem Motto "Eine Brücke nach Japan". Der Erlös ist für die Kinder im Norden Japans gedacht. Der 13-jährige Raphael etwa meint: "Vor allem in Miyagi und Fukushima wurden Hunderttausende evakuiert, und viele Menschen haben alles verloren. Darunter sind eine ganze Menge Kinder. Für die würden wir gerne etwas tun."

Für das Konzert ist ein besonderes Programm geplant. Das Hauptwerk des Abends ist Ludwig van Beethovens Messe in C-Dur. Gerald Wirth, künstlerischer Leiter der Sängerknaben, sagt dazu: "Die Messe drückt ein tiefes Vertrauen in Gott aus. Es ist Musik, die tröstet." Unterstützung erhalten die Sängerknaben von ihrem Männerchor, dem Chorus Viennensis. Fast alle Mitglieder des Chors waren als Kinder ebenfalls in Japan – sie haben eine besondere Beziehung zu diesem Land. "Die Japaner haben uns adoptiert", sagt Wirth. Damit das Konzert auch in anderen Ländern und vor allem in Japan gesehen werden kann, soll es einen Live Stream im Internet geben. Auch Online-Spenden wollen auf diese Weise lukriert werden. 

Ziel der Stadthalle und der Sängerknaben ist es, Japan zu zeigen, dass aus Österreich Hilfe und Unterstützung kommt.

 Donnerstag, 14. April, Stadthalle F, Beginn: 20 Uhr. Tickets (zwischen 39 und 59 Euro) sind ab sofort erhältlich auf www.stadthalle.com oder unter Tel: 79 999 79, sowie bei Wien-Ticket (www.wien-ticket.at oder Tel: 58885) und bei oeticket (www.oeticket.com oder Tel: 96096).

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *