Sanft gerührt und himmlisch duftend

Kenner wissen: Die Mischung aus Öl und Lauge tut nicht nur der Haut, sondern auch der Umwelt gut. Die handgemachten Naturseifen aus dem Hause StoBa in der Hintzerstraße 6 sind ganz besondere Kostbarkeiten, die obendrein noch herrlich duften. Sie werden aus natürlichen Pflanzenölen mit viel Liebe und Sorgfalt nach einer alten Wiener Seifenrezeptur von Hand hergestellt.


Diese alte Rezeptur basiert auf einer relativ „neuen" Herstellmethode, der des Kaltrührens. Die Methode wurde erstmals 1895 im „Brockhaus-Lexikon" erwähnt und von Seifensiedern immer wieder verfeinert und verbessert. „Bei der Herstellung kaltgerührter Seifen wird die Wärme, die durch die Verbindung von Lauge und Ölen entsteht, für den Verseifungshergang genutzt", erklärt StoBa-Geschäftsführerin Sonja Baldauf. Durch dieses schonende, aber arbeitsaufwendige Verfahren bleiben alle Inhaltsstoffe in der Seife, besonders auch das wertvolle Glycerin, erhalten. „Danach wird die Seifenmasse in Holzkisten gegossen, einige Tage gereift und anschließend in handliche Stücke geschnitten."


Die handgefertigten, natürlichen Seifen auf Basis von Kokosöl sind von besonderer Qualität, der cremige Schaum und der wundervolle Duft sind eine Wohltat für die Haut und das Herz", schwärmt sie. Und auch bei der Zutatenliste kommt man ins Schwärmen: Die Naturölseifen werden aus einer großen Auswahl von hochwertigen Pflanzenölen hergestellt – neben Kakaobutter wären dies z. B. Kokos-, Avocado-, Traubenkern-, Mandel-, Aprikosenkern-, Ama­ranth-, Jojoba- und Mohnöl. Jede Seife hat ihre eigene Rezeptur – das Sortiment umfasst bereits über 60 Kreationen von blumig, fruchtig bis herb und würzig. „Neben unseren klassischen Seifenstücken bieten wir auch Pflegebäder, Rasierseifen, Haarseifen, Babyseifen, Schmierseifen sowie Tierseifen für Vierbeiner an", erzählt Wladyslaw Stopa, der Seifenmeister des Wiener Unternehmens. „Der Umwelt zuliebe verwenden wir nur das Minimum an Verpackungsmaterial."

Jahrtausendealte Seifen-Geschichte

Die Herstellung von Seife ist jahrtausendealt, so wurde erstmals von den Sumerern im Delta des Euphrat und Tigris Seife aus Asche und Pflanzenölen hergestellt. Diese diente hauptsächlich zur Heilung von Verletzungen. Erst im 19. Jahrhundert diente die Seife zur Reinigung. Der deutsche Chemiker Justus von Liebig (1803-1873) erklärte die Seife als Maßstab für Wohlstand und Kultur.
Nach dem Einzug der Flüssigseifen vor Jahrzehnten führte die Seife lange Zeit ein Schattendasein. Die Seifenschalen und mit ihnen die lebensbegleitenden Seifenstücke verschwanden fast ganz aus unseren Haushalten. „Wir ließen uns vom Massenprodukt in bunten Plastikflaschen, von Flüssigseifen und Duschgels überzeugen", so Baldauf, „aber jetzt ist die Zeit reif für Neues beziehungsweise Altbewährtes!"
Vom Trend „Zurück zur Natur" soll nun auch die „kaltgerührte Kokosölseife" profitieren – kredenzt vom erfahrenen Seifenmeister in einer kleinen Manufaktur inmitten von Wien.

Landstraßer „Seifenladen":
Die StoBa Seifenmanufaktur GmbH in der Hintzerstraße 6 wurde von Geschäftsführerin Sonja Baldauf und Seifenmeister Wladyslaw Stopa gegründet: „Unsere Wege haben sich gekreuzt, um die alte Handwerkskunst des Seifenmachens weiterleben zu lassen und damit auch die wunderbare kaltgerührte Kokosölseife. Wir schöpfen aus der Tradition – für die Zukunft!" Infos: www.stobaseife.at , Tel.: 715 31 71.

  • Adresse: Hintzerstraße 6, 1030 Wien

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