Sanierung des Bau-Juwels „Werkbundsiedlung“ um sieben Millionen

Von außen ist die Werkbundsiedlung in Hietzing auch heute noch ein Juwel. Ein architektonisch sensationeller Bau aus den 1930er Jahren, gepflegt, edel, in gediegener Lage. Doch schaut man hinter die Fassade, dann beginnt manches zu bröckeln. Verputz geht herunter, Kellerwände sind feucht, Fensterscheiben sind zersprungen. Wobei aus dem Wohnbauressort verlautet: "Kleine Schäden werden sofort ­behoben, das ist keine Frage. Aber auch umfassende Reparatur­arbeiten sind notwendig.“

Mit Durchbruch im Sommer zu rechnen

Jedenfalls "bemüht sich das Wohnbauressort seit langem um die Sanierung der Werkbundsiedlung“, betont Stadtrat Michael Ludwig. "Wir arbeiten gemeinsam mit allen beteiligten Stellen intensiv an einer Lösung, haben aber bisher noch keinen Durchbruch erzielt.“ Derzeit prüft das Bundesdenkmalamt das avantgardis­tische Bauwerk auf "Herz und Nieren“ bzw. auf "Träger und Gerüst“ – mit endgültigen Ergebnissen wird bis zum ­Sommer gerechnet.
Die letzte Sanierungsphase der aus 70 Häusern bestehenden Anlage (48 sind im Besitz der Gemeinde Wien) war vor 15 Jahren. Jetzt ist es wieder an der Zeit – das wissen alle Beteiligten. Sollte nichts ­Unvorhergesehenes passieren, können die Sanierungskosten mit sieben Millionen Euro veranschlagt werden. Wobei die Werkbundsiedlung im Vergleich zu anderen Wohnbauprojekten der Stadt ein einmaliger Sonderfall ist, da es so gut wie keine Einnahmen zu verzeichnen gibt.

  • Adresse: Veitingergasse 71 – 117, 1130 Wien

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.