Schauspielhaus wehrt sich gegen Vorwürfe!

Theaterchef Andreas Beck im Interview über den Kontrollamtsbericht 

Herr Beck, warum gingen die Umsätze Ihres Hauses zurück? 
Früher wurden am Schauspielhaus Koproduktionen mit anderen Theatern gezeigt, heute laufen Eigenproduktionen. Koproduktionsbeiträge, die vorher zu den Einnahmen gerechnet wurden, entfallen.

Wie wollen Sie die Auslas­tung im Theater erhöhen?
Dass die Auslastung rückläufig sei, ist eine Fehlinterpretation. Verglichen wurden nur die Prozentzahlen. Der Auslastung 2006/07 von 83 Prozent liegt ein Platzangebot von 94 Sitzen zugrunde, die heutigen 72 Prozent beziehen sich auf 138 Plätze.

Werden Sie die Schulden des Schauspielhauses abbauen?
Das Haus verfolgt seit 2009 einen Plan, der eine komplette Entschuldung bis 2013 vorsieht. Im Übrigen war das Haus bereis bei meiner Übernahme verschuldet und die Unterfinanzierung bekannt.

Die Personalkosten sind zu hoch, meint das Kontrollamt.
Eigentlich ist das Schaffen von Arbeitsplätzen in diesen Zeiten doch positiv konnotiert, warum nicht im Kulturbereich? Wir haben nur ein fest engagiertes Ensemble und binden Künstler saisonal. 

Soll man Kunst nach kommerziellem Maßstab beurteilen?
In der Debatte über den Kontrollamtsbericht wurde einmal mehr festgestellt, dass bei der Überprüfung von Kunst- und Kulturbetrieben nicht nur wirtschaftliche Parameter bestimmend sein können.

  • Adresse: Porzellangasse 19, 1090 Wien

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