Schmierer machen vor gar nichts halt

Ein reiches Betätigungsfeld hat die Wiener Polizei zuletzt bei den Graffiti-­Malern gefunden. Die Sprayer, die sich selbst gerne Künstler nennen, aber nichts weiter als teure Schmierfinken sind, ­machen weder vor U-Bahnzügen noch Passagen halt. Alles wird mit Schmierereien und sonderbaren Buchstabenzügen versehen. Ja, nicht einmal wertvolle Denkmäler sind vor den Spraydosen sicher.

Hemmungslos

Neben frisch geputzten Hausmauern haben die Graffiti-Schmierer als neue Wirkungsstätte die denkmalgeschützte Höhenstraße entdeckt. Die grauen Betonelemente, die sogar den Weltkrieg überstanden haben, sind Sprayern zum Opfer gefallen. Brückenköpfe und Schutzwände von Wanderwegen werden genau­so mit Markierungen versehen wie die Strommasten der historischen O-Busse oder die Unterführungen der Höhenstraße.

Die Polizei macht seit einiger Zeit erfolgreich Jagd auf die Schmierer. So fielen aufmerksamen Beamten des Stadtpolizeikommandos Döbling bei einer Streife zwei junge Männer im Alter von 24 und 27 Jahren auf. Die ausgeschickte Bereitschaftseinheit erwischte die beiden auf frischer Tat. Bei den Beschuldigten wurden 17 ­Spraydosen gefunden.

Insgesamt konnten 10 Graffitis im Nahbereich aufgefunden und den Tätern durch die Farben und die Frische der Graffitis zugeordnet werden. Es wurde Anzeige wegen schwerer Sachbeschädigung erstattet. Wenn das Gericht ihr Urteil gefällt hat, müssen die Sprayer mit hohen Schadenersatzklagen des Denkmalamtes rechnen.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.