Schon wieder Schnee: Tipps für eine gute Fahrt!

Die Launen des Wetters sind derzeit für viele die Autofahrer mal (wieder) eine Herausforderung. Zum Schneefall kommt jetzt in vielen Landesteilen noch böiger Wind dazu, der besonders in Verbindung mit Schneefall für jeden Autofahrer zur – auch: emotionalen – Belastung wird.

Unregelmäßige starke Windböen sind sehr schwierig abzuschätzen, rutschige Straßen können die Wirkung eines Windstoßes noch verstärken. Eine zusätzliche Gefahr für Fahrzeuglenker sind Schneeverwehungen. "Eine 70 km/h-Böe kann ein Fahrzeug auf trockener Fahrbahn um einen Meter seitwärts versetzen. Das gilt bei einer Fahrgeschwindigkeit von 100 km/h. Ist die Straße schneeglatt oder ist man schneller unterwegs, so können daraus bis zu vier Meter werden", warnt Hans Danzinger, Leiter des ÖAMTC-Fahrtechnikzentrums Wachauring/Melk und der vier ÖAMTC-Winterfahrzentren.

Von Bedeutung ist auch der technische Zustand des Autos. "Defekte Stoßdämpfer oder ein ausgeschlagenes Fahrwerk können die Auswirkungen eines Windstoßes verstärken", erklärt der ÖAMTC-Experte. Der technisch einwandfreie Zustand des Autos ist daher das A und O für eine sichere Fahrt. Eine Rolle spielen aber auch das Gewicht des Fahrzeugs und die Beladung. Je leichter das Auto ist, desto leichter wird es ausgehoben.

Weg vom Gas, Abstand vergrößern!


Mit diesen Tipps bist du sicher auf schneeglatten Straßen unterwegs:

– Vorausschauend fahren, Abstand vergrößern und Geschwindigkeit reduzieren.
"Einerseits hat man bei geringer Geschwindigkeit mehr Zeit, um eventuell erforderliche Lenkkorrekturen durchzuführen, andererseits wirken sich Windstöße nicht so dramatisch aus", erklärt der Leiter des ÖAMTC-Fahrtechnikzentrums.

– Lenkrad bewusst mit beiden Händen festhalten.

– Sein Umfeld genauer registrieren.
"Durch die Beobachtung der Umgebung und der anderen Verkehrsteilnehmer ist man auf Windböen besser vorbereitet und kann auf Hindernisse oder Fahrfehler anderer rechtzeitig reagieren", sagt Danzinger.

– Vorsicht bei Überholmanövern! Muss überholt werden, dann ist auf ausreichenden Sicherheitsabstand zu achten.
"Beim Überholen von Fahrzeugen mit großer Windangriffsfläche wird man zuerst durch den Windschatten sozusagen 'angesaugt', und nach dem Überholmanöver wird das Fahrzeug mit voller Wucht vom Seitenwind getroffen", erklärt der ÖAMTC-Experte.

Fahrzeugtür vorsichtig öffnen und Griff festhalten.
"Eine Sturmböe kann die Tür aufreißen und Schaden anrichten. Dabei können auch Passanten verletzt werden", warnt der ÖAMTC-Fahrtechniker.

Wer auf unerwartete Witterungsverhältnisse richtig reagieren kann, ist sicherer unterwegs. – Bei einem Fahrtechniktraining in einem der neun ÖAMTC-Fahrtechnikzentren österreichweit kann man erfahren, wie man in Gefahrensituationen richtig reagiert.

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  • Adresse: Ganz Wien -, – Wien

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