“Sieben Sekunden Ewigkeit” in der Josefstadt

Nur eine Schauspielerin erfordert Peter Turrinis neuestes Werk “Sieben Sekunden Ewigkeit”, das am 12. Jänner Uraufführung und Premiere im Theater in der Josefstadt feiert. Der Autor widmet sich darin dem Leben und Wirken von Hedy Lamarr, einer höheren Wiener Tochter, Hollywoodschönheit und Erfinderin. In den 1930er Jahren mit einer kurzen Nacktszene im Film “Ekstase” in die Filmgeschichte eingegangen, ist sie eine Figur, in der sich laut dem Autor alles Widersprüchliche vereint. Unter der Regie von Stephanie Mohr schlüpft Sandra Cervik in die Rolle von Hedy Lamarr.

Peter Turrinis Stück beginnt im Wind und endet im Wind. Dazwischen wirbelt die Frau, die Hedy Lamarr ist, durch ein bewegtes, schwieriges Leben: Wien, Berlin, Frankreich, Prag, Rom, Hollywood, Altamonte. Auf der Wiener Höhenstraße bei Kilometer 21 will die Frau ihre Asche verstreut wissen. Denn nur im verkohlten Zustand könne man nach Wien zurückkehren. Jimmy, ein junger Cop aus Florida, der sie einst aufgelesen hat und von ihr zu trauter Zwiesprache erkoren wurde, soll ihr diesen Wunsch einer posthumen Rückkehr erfüllen. In einem poetisch-traurigen Reigen geht die Frau, die Hedy Lamarr ist, kurz vor ihrem Tod zurück zu ihren jüdischen Wurzeln. Zwei Jahre vor ihrer tatsächlichen Geburt flieht sie als 12-jähriges Mädchen vor dem Pogrom von Osieczek, durchwandert die Städte der versinkenden österreichisch-ungarischen Monarchie und landet in Wien auf der Höhenstraße bei Kilometer 21. Dort endet und beginnt und endet ihr Leben, von dem der Welt für alle Ewigkeit sieben Sekunden in Erinnerung bleiben werden.


Karten und Info:
Tel.: +43 1 42 700 300
Mail: ticket@josefstadt.org
Web: www.josefstadt.org

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.