Skandal oder Meisterwerk?

Es ist nicht vom Winde verweht und auch nicht – wie von vielen  höhnisch behauptet – das Ergebnis eines Erdbebens. Es ist der Kopfbau der neuen Brauereisiedlung. Und er ist schief. Absichtlich. Verantwortlich dafür ist das Architekturbüro Coop ­Himmelb(l)au.
Kein Bauwerk, das von ­ihnen geschaffen wurde, war ein "normales“, unscheinbares. Und ältere Liesinger erinnern sich vielleicht: Sowohl der Wohnpark als auch die Wotruba-Kirche sorgten anfangs für Aufregung und sind mittlerweile die Wahrzeichen des Bezirks. Vorsteher Manfred Wurm nimmt den Diskussionen um das schiefe Haus den Wind aus den Segeln: "Der Anblick der neuen Silhouette ist überraschend, wenn man ihn zum ersten Mal erfährt, und mag gewöhnungsbedürftig sein, vor allem für alteingesessene Liesinger, doch ist er spannend und eindrucksvoll. Nichts, das man anschaut und wieder vergisst.“ Und das Wohnprojekt Brauerei Liesing ist alles andere als zum Vergessen. Immerhin entstehen hier gerade knapp 600 Wohnungen, ein Einkaufszentrum, Arztpraxen, Büros und private Arbeitsplätze, ein Jugendzentrum und ein Kindergarten. Das Brauereiprojekt ist übrigens nur das erste von mehreren geplan­ten Projekten im 23. Bezirk, bei denen alte, brachliegende Industrieflächen, die unter den heutigen wirtschaftlichen Bedingungen nicht mehr als solche verwendbar sind, umgenutzt und zu Wohn- und Freiflächen werden.

Bezug

Ein Teil der Wohnbauten auf dem Brauereigelände ist bereits fertig­gestellt und bewohnt. Das "schiefe Haus“ wird Ende des Jahres bezugsfertig sein. 

  • Adresse: Liesinger Platz, 1230 Wien

1 Antwort
  1. Wolfgang Kobath says:

    Ich find’s schön, weil gewagt. WEG von den grauen (grau ist es leider trotzdem) und klobigen Betonwürfeln. Aber bitte, mehr Farbe für Wien!

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