Soforthilfe und Maßnahmen

Mitte August fielen im Süden Wiens bei Stark­regen innerhalb einer halben Stunde 50 Liter Regen pro Quadratmeter, ein Ereignis, wie es normalerweise nur alle 100 Jahre einmal vorkommt. Im Rahmen des Regenereignisses gab es in den südöstlichen Teilen Wiens über 230 Feuerwehreinsätze allein durch teilweise kleinräumige Überflutungen. Dabei entstanden insbesondere an und in zahlreichen Ge­bäuden Schäden. Eines ist ­allen Beteiligten aber klar: Bei diesen Niederschlagsmengen hätte jedes Kanalsystem auf der Welt w. o. geben müssen.

"Als Bezirksvorsteherin bin ich der Stadt sehr dankbar, dass sie nach diesem Elementarereignis hier rasch und gut organisiert die Schäden aufnimmt und den Betroffenen hilft. 500.000 Euro sind jetzt eine ganz wichtige Unterstützung für die Betroffenen. Durch die Stadt ist eine effiziente und sachkundige Abwicklung garantiert“, so Bezirksvorsteherin Renate Angerer im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT.

Betroffene können sich direkt beim Büro für Sofortmaßnahmen melden bzw. erhalten dort alle Detailinformationen unter Tel.: 4000-75222 oder E-Mail: sofortmassnahmen@post.wien.gv.at.

Hebewerk soll Probleme minimieren

Nach Einlangen des Antrages (bis spätestens 31. Oktober 2010) erfolgt umgehend eine Kontaktaufnahme und eine Terminvereinbarung für eine Begutachtung durch eine Schadenskommission.

Es werden aber nicht nur finanzielle Hilfen gewährt, sondern auch Maßnahmen gesetzt. So wurden zum Beispiel im Hebewerk Kaiser­ebersdorf bereits zusätzliche Schnecken eingebaut, die pro Sekunde zusätzlich 22.500 Liter aus dem Kanalsystem auspumpen können und damit die Kapazität deutlich erhöhen. Die Inbetriebnahme erfolgt noch im heurigen Oktober. Auch wurde ein Steuerungsschieber im Bereich Thürnlhofstraße zur Verminderung und Kontrolle des Zuflusses aus dem Einzugsgebiet Liesing um 400.000 Euro errichtet. Mit dem Antrag in der Bezirksvertretung zur Überprüfung des Simmeringer Kanalnetzes sollen nun weitere Schritte analysiert und in Folge auch umgesetzt werden. Darunter fallen die Prüfung der Möglichkeit eines zusätzlichen Speichers im Tiefgebiet der Simmeringer Haide und die mögliche Errichtung eines leistungsfähigen Transportkanals.

"Trotz all der Maßnahmen gilt: Nur ein ordentlich gewarteter und dem Stand der Technik entsprechender Hauskanal mit Rückstausicherung schützt wirksam vor Überflutungen“, so Angerer, die in Richtung FPÖ abschließend betonte: "Die Liste der bereits gesetzten Maßnahmen ist lang, die Investitionen in die Simmeringer Lebensqualität groß, dennoch arbeiten wir jeden Tag daran, Simmering noch lebenswerter zu machen.“

  • Adresse: Thürnlhofstraße, 1110 Wien

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