Spuren der Vergangenheit

Im Jahr 1938 wurden sie zum Gutteil dem Stadtbild Wiens entrissen: die Gebetshäuser der Jüdischen Gemeinde in Wien. Das 2009 bei Mandelbaum erschienene Buch „Die zerstörten Synagogen Wiens – Virtuelle Stadtspaziergänge“ von Bob Martens und Herbert Peter bildet die Grundlage für eine neue Ausstellung in der Gebietsbetreuung Brigittenau. Insgesamt 21 der ehemaligen Wiener Synagogen wurden „rekonstruiert“: Die Fassaden der zerstörten Bauten wurden zur Veranschaulichung computertechnisch in das heutige Stadtbild wieder eingefügt. Die Schau legt den Fokus auf die Bethäuser des 20. und 2. Bezirks. In der Brigittenau und der Leopoldstadt gab es insgesamt 8 Synagogen und etwa 50 Bethäuser für die hier ansässige jüdische Bevölkerung. Am 28. April, 16 Uhr führen die Autoren durch die ehemalige Synagoge in der Kaschlgasse 4, am 26. Mai, 19 Uhr folgt ein Vortrag in der GB20.

„Verlorenes Kulturgut Synagogen“ ist bis 25. Juni gratis in der GB20, Allerheiligenplatz 11, zu sehen, Tel.: 33 222 15.

  • Adresse: Allerheiligenplatz 11, 1200 Wien

Spuren der Vergangenheit

Es gibt bis jetzt kaum sichtbare Erinnerungen an das jüdische Leben in Rudolfsheim-Fünfhaus. Das Projekt „Herklotzgasse 21“ arbeitet seit zwei Jahren gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern daran, diese Lücke im Gedächtnis der Stadt nachhaltig zu schließen, die Geschichte der Vorstadtgemeinde wieder sichtbar zu machen und dabei die Bewohner aktiv an Gestaltungsprozessen zu beteiligen

Übersetzung in fünf Sprachen

Zehn Bild- und Texttafeln im öffentlichen Raum weisen ab Mitte September auf die Schauplätze jüdischen Lebens und dessen Vernichtung im 15. Bezirk hin. An vier zentralen Orten (Westbahnhof, U6 Gumpendorfer Straße, U4 Schönbrunn, U4 Längenfeldgasse) sind Übersichtstafeln aufgestellt, die einen Überblick über das Gesamtprojekt geben. Die Hörstationen sind zum Ortstarif in Englisch, Türkisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Hebräisch und Deutsch abrufbar. Die Übersetzung des Audio-Guides in exemplarische Sprachen, die im Bezirk gesprochen werden, ist auch eine Einladung an alle Bewohner des Stadtteils miteinander in Verbindung zu treten und Kontakt aufzunehmen. Alle Hörstationen sind auf der website www.herklotzgasse21.at, ab 18. 9 auch als MP3-File verfügbar.

 Am 24. 9. um 16 Uhr wird von Stadtrat Oxonitsch und Bezirkschef Zatlokal der Audio-Guide „Orte erinnern – Menschen erzählen“ in der Herklotzgasse 21, gleichzeitig mit der Ausstellung „Das Dreieck meiner Kindheit“ eröffnet. Die Ausstellung ist an Wochentagen zwischen 10 und 15 Uhr geöffnet.

  • Adresse: Herklotzgasse 21, 1150 Wien

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