Spurensuche auf der Wieden

Männergeschichte

Wer mit offenen Augen durch die Stadt spaziert, dem kann sie viel verraten: Straßen, Plätze oder Gedenktafeln spiegeln ihre Geschichte wider – und die Tatsache, dass diese Geschichte von Männern geschrieben wurde: Straßen, Plätze oder Parks wurden kaum nach Frauen benannt.

Sichtbar machen

Autorin und Wienführerin Petra Unger macht es sich seit fast 20 Jahren zur Aufgabe, die Geschichten von Frauen zu ­erzählen, die Wien geprägt, ­gestaltet und hier ihre Spuren hinterlassen haben. Auf Initiative von Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Lea Halbwidl wird Unger jetzt mit den Recherchen für einen Wiedner Frauenspaziergang beginnen. „Wenn die historischen Leistungen von Frauen nicht mehr ausgeblendet werden, dann fällt es auch schwerer, sie in der ­Gegenwart zu ignorieren. Daher ist es mir ein großes ­Anliegen, die Geschichte von Frauen im Bezirk sichtbar zu machen“, betont Halbwidl. Bis Frühjahr 2014 werden die ­Details ausgearbeitet.

Grosse Denkerinnen

Dem Wiener Bezirksblatt hat Petra Unger schon „Fixstarterinnen“ für einen Wiedenrundgang verraten: Etwa Rosa Mayreder (1858–1938), eine ­Pionierin der Frauenbewegung, oder Hedy Lamarr (1914–2000) – Schauspielerin und Erfinderin des Frequenzsprungverfahrens, das heute in der Mobilfunktechnik genutzt wird.

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