Starker Einsatz für eine saubere Donauinsel

Hin und wieder wird im rund 21 Kilometer langen Naherholungsgebiet Sperrmüll abgelagert. „Dies sind die einzigen Beschwerden, die wir von Passanten erhalten“, so Michael Woditsch, Leiter der Gruppe Gewässererhaltung und -management. Um die Insel sauber zu halten, sind im Regelbetrieb von Mai bis September jeden Vormittag Einsatzfahrzeuge im Einsatz. Nicht nur über 1.100 Müllbehälter sind zu entleeren, sondern auch der intensiv genutzte Kern der Insel wird mehrmals täglich "geputzt“.

Reine Natur durch Mehrfachbecher

Beim Donauinselfest wird viel getan, um die Müllberge zu reduzieren. Rund 95.000 Mehrwegbecher aus Hartplastik werden heuer ausgegeben. Die Pfandbecher können an 15 Rücknahmehütten auf der Insel retourniert werden. Dadurch werden bis zu 120 Tonnen Müll vermieden. Das entspricht der Menge, die ein Porsche auf einer 260.000 Kilometer langen Fahrt an Emissionen freisetzt, also in etwa 40 Umrundungen der Erde.
Zusätzlich werden die Gastronomen aufgefordert, Altöl zu sammeln und Plastik sowie Metall zu trennen. Während des Musik-Events konnten voriges Jahr rund 900 Kilogramm Speisefett recycelt werden. Damit die Donauinsel auch übers Jahr schön sauber bleibt, wurden die 40 Dog Stations auf 70 erweitert, drei neue WC-Anlagen errichtet und ab Juli wird ein Teil der 50 WasteWatcher auf Rädern für mehr Umweltbewusstsein in Hinblick auf die Müllreduktion sorgen.

Infocenter als Ort der Begegnung

Doch auch das Wasser der Donau wird gereinigt – zumindest einmal im Frühjahr im Uferbereich, wie heuer ­etwa an der Reichsbrücke. Berufstaucher fischten unter anderem zahlreiche Räder, einen Tresor und eine Pistole aus dem Strom.
Die Donauinsel erstrahlt aber nicht nur durch Sauberkeit, sondern seit der Eröffnung des neuen Infocenters nahe der Reichsbrücke im Mai auch durch ein optimales ­Informationsservice. "Es soll durch Ausstellungen – wie aktuell über die Artenvielfalt auf der Insel – und durch ein neues Infoservice ein Ort der Begegnung entstehen. Auf umweltschonenden Elektrofahrrädern rücken sogar ­Guides aus“, betont Umweltstadträtin Ulli Sima.
Die Donauinsel wird als Badeparadies durch den neuen 42 Kilometer langen Fami­lien­strand zwischen der Nordbahn- und der Brigittenauer Brücke heuer noch attrak­tiver.
Das Motto lautet also: Rein ins kalte Nass!

Zahlen und Fakten

Müllmengen. Rund 300 Kubikmeter Müll müssen nach dem Donauinselfest eingesammelt werden und circa 900 Kubikmeter Abfälle aus den Müllbehältern entsorgt werden. Täglich wird das Areal von 4 Uhr morgens bis circa 11 Uhr von 140 Fachkräften gereinigt. Die Nachreinigung nach dem Event dauert eine Woche.

Müllvermeidung.
Um den Müllberg zu reduzieren, werden Getränke in Mehrwegbechern aus Hartplastik ausgeschenkt. Durch eine ausgeklügelte Logistik werden diese bei kurzen Transportstrecken gereinigt und wieder verwendet. Ein Pfand sorgt dafür, dass die Becher wieder retour gebracht werden.
Weiters werden den Gas­tronomen Altölsammel- und Trennbehälter für ­Metall und Plastik zur ­Verfügung gestellt.

  • Adresse: Floridsdorfer Brücke, 1210 Wien

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