Stellen die ÖBB auf Rechtsverkehr um?

Die meisten der rund 1.000 Züge, die täglich am zukünftigen Hauptbahnhof eintreffen werden, kommen über die Westbahn – den einzigen Teil des hochrangigen Schienennetzes, das von Links- auf Rechtsverkehr umgestellt wurde. Alle Züge aus dem Süden und Norden fahren "andersrum“. Auch in Wien gilt – mit Ausnahme der Vorortelinie – noch immer die Linksfahrordnung des Kaisers. Mit dem Anschluss an Nazideutschland verfügte Hitler die Umstellung auf die deutsche Rechtsfahrordnung. Diese wurde damals zwar auf Teilen der Westbahn realisiert, aus Kostengründen blieben die anderen Teile des Schienennetzes davon aber ausgenommen.

Semmering steht Umstellung im Weg

Letztlich war nach dem Krieg die Semmeringbahn dafür verantwortlich, dass außer der umgestellten Westbahn alle Züge weiterhin links fuhren. Die Umstellung der Ghega-Strecke war technisch schlicht unmöglich. Der Hauptbahnhof bringt neuen Schwung in die alte Diskussion. Züge, die über den Lainzer Tunnel aus dem Westen kommen, müssten nach derzeitigem Stand spätestens in Meidling auf die andere Fahrspur wechseln. Da eine Umstellung allerdings mit hohen Kosten verbunden wäre, ist die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen.

  • Adresse: Bahnhof Meidling, 1120 Wien

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