Straßenfeste statt Minderheiten-Hetze

Eine österreichweite Um­frage des Meinungsfor­schungsinstituts IMAS brachte Folgendes zutage: 72 % der befragten Österreicher beklagen, dass zugewanderte Muslime sich den heimischen „Spielregeln“ zu wenig anpassen. Gut jeder Zweite hält den Islam für eine Bedrohung der westlichen Lebensweise.

Gegen Angriffe auf Religionsfreiheit

„In Hernals ist das ein bisschen anders“, meint der SPÖ-Bezirkssekretär Peter Jagsch. „Hier gehen islamische Vereine und Religionsgemeinschaften nach außen und suchen aktiv den Dialog mit den Menschen“, so Jagsch. Kamuran Ersoy, der Sprecher des türkischen Sport- und Kulturvereins in der Taubergasse, bestätigt: „Am wichtigsten ist es, miteinander zu reden.“ Ersoy versucht vor allem Jugendliche einzubinden: „Wir veranstalten Fußballturniere und es gibt auch Tanzgruppen.  Mit den Anrainern haben wir keine Probleme – wir bemühen uns auch, niemanden zu stören, betont Ersoy, der klar feststellt: „Für mich ist Österreich meine Heimat.“ Auch die Union Islamischer Kulturzentren in der Mariengasse 8 hat sich dem friedlichen Zusammenleben verschrieben. Von 30. 4. bis 2. 5. wird deshalb ein Straßenfest und ein „Tag der offenen Türen“ veranstaltet. Ersoys Verein macht sein Straßenfest am 3. 6. in der Geblergasse. Für Jagsch steht jedenfalls fest: „Ich halte es für kontraproduktiv, aus der Religionszugehörigkeit politisches Kapital zu schlagen, und setze mich vehement gegen alle Angriffe auf die Religionsfreiheit ein.“

  • Adresse: Mariengasse 8, 1170 Wien

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