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Christbaum-Frühstück für Elefanten

Kiloweise feinste Fichtenzweige standen gestern Früh im Tiergarten Schönbrunn am Speiseplan für Elefanten, Nashörner und Co. Genüsslich verspeiste die Schönbrunner Dickhäuter-Familie den Christbaum, der Tage zuvor am Kultur- und Weihnachtsmarkt sowie Neujahrsmarkt Schloß Schönbrunn für eine feierliche Atmosphäre sorgte. Über sechs Wochen lang erfreute das traditionelle Geschenk der Österreichischen Bundesforste im Ehrenhof vor dem Schloss mehr als eine Million Marktgäste. Für die Elefanten war der nadelige Snack eine willkommene Abwechslung vom winterlichen Speiseplan. Neben dem großen Prachtstück wurden rund 150 weitere kleinere Tannen und Fichten geliefert, an denen unter anderem die Nashörner, Zebras und Wasserbüffel erfreut kauten.

Jazz und Kulinarik am Neujahrsmarkt Schönbrunn

Quasi über Nacht verwandelt sich der Weihnachtsmarkt in den Neujahrsmarkt Schönbrunn und begleitet die Besucher von 27. Dezember bis 1. Jänner mit jazzigen Klängen und einer großen Auswahl an Glücksbringern schwungvoll ins neue Jahr. Zuvor sorgen bis 26. Dezember Bläserensembles auf der Bühne vor dem fulminanten Weihnachtsbaum für besinnliche Stimmung. Spätentschlossene können am 24.12. von 10 bis 16 Uhr letzte Geschenke besorgen. Kindern wird beim Formen süßer Marzipanengel oder bei der „Mitmach-Rallye“ mit den Hirten auf Stelzen die Wartezeit auf das Christkind verkürzt.

Buntes Programm für Groß und Klein

Ist Weihnachten gebührend gefeiert, geht es ab 27.12. am Neujahrsmarkt Schloss Schönbrunn stilvoll Richtung neues Jahr. Verschiedene Jazz-Ensembles überbringen täglich ab 16 Uhr Neujahrsgrüße in musikalischer Form. Während die Erwachsenen bei schwungvoller Musik verweilen, können die kleinen Marktgäste bei der „Mitmach-Rallye“ spielend mehr über Glücksbringer erfahren oder am 30. und 31. Dezember im Kindermuseum „Schloss Schönbrunn erleben“ sogar selbst welche basteln.
Passend zum Jahreswechsel ergänzen zahlreiche Glücksboten das hochwertige Angebot an Kunsthandwerk und Kulinarik. Nicht nur kulinarische Hochgenüsse, sondern auch symbolischen Reichtum und Glück versprechen manche angebotenen Schmankerl. Nach italienischem Brauch schmecken Linsengerichte besonders am Neujahrstag. Darüber hinaus sorgen Suppen, Bauerngröstl, Wildschwein-Pfandl, alt-ungarisches Kesselgulasch, Knödel-Variationen sowie warme und kalte Brote für Gaumenfreuden. Süße Punschkrapfen geschmückt mit Glücksbringern und weitere Dessertvariationen von Germknödel bis Kaiserschmarrn bieten sich als anschließende Nascherei an. Neben Sekt stehen auch Bier und Wein sowie verschiedenste Tee- und Punschkreationen zum Anstoßen und Beglückwünschen bereit.

Nach Ende des Neujahrsmarktes dürfen sich die Elefanten des Schönbrunner Zoos über einen besonderen Festschmaus freuen. Am 10. Jänner zwischen 8 und 9 Uhr wird der von den österreichischen Bundesforsten gespendete Christbaum vor dem Schloss Schönbrunn gefällt, zerkleinert und in den Tiergarten transportiert, wo sich die Dickhäuter das Reisig schmecken lassen werden.

Erstmals Nachwuchs bei bedrohter Affenart in Schönbrunn

Im Jahr 2012 sind die Bärenstummelaffen in das wiedereröffnete historische Affenhaus im Tiergarten Schönbrunn eingezogen. Seit Freitag gibt es erstmals Nachwuchs. „Das Jungtier ist etwa 400 Gramm schwer und klammert sich an seiner Mutter Kwaku fest. Kwaku kümmert sich fürsorglich und das Kleine trinkt brav. Derzeit schaut alles gut aus“, sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Mit dabei sind noch der Vater Harper und das Weibchen Pam, die Tante des Affenbabys.

Bärenstummelaffen haben ein glänzendes schwarzes Fell, nur an den Schultern und rund um das Gesicht sind die Haare grau. Der lange Schwanz, der ihnen beim Springen durch die Bäume als Steuerungselement dient, ist weiß gefärbt. Ganz anders sieht das Jungtier aus. Schratter: „Bei der Geburt ist das Fell der Bärenstummelaffen weiß. Erst im Alter von etwa drei Monaten bekommen sie ein schwarzes Fell wie die erwachsenen Tiere.“

Das Verbreitungsgebiet der Bärenstummelaffen ist recht klein. Sie bewohnen die Regenwälder Westafrikas von Gambia bis zur Elfenbeinküste. Die tagaktiven Tiere verbringen ihr Leben in den Wipfeln der Bäume und sind auf Blattnahrung spezialisiert. Bärenstummelaffen gelten als bedrohte Tierart. Hauptgrund dafür ist, dass die Wälder zunehmend vom Menschen genutzt werden und ihr Lebensraum dadurch verloren geht. Ein weiteres großes Problem stellt die Jagd dar.

Bärenstummelaffen werden nur in wenigen Zoos gehalten und Zuchterfolge gelangen bislang sehr selten. Der Tiergarten Schönbrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Welches Geschlecht das Jungtier hat, konnten die Tierpfleger noch nicht erkennen. Wenn es ein Weibchen ist, soll es den Namen „Marie“ bekommen. Er soll ein Andenken sein, denn genau einen Tag vor der Geburt des Kleinen ist das 20-jährige Bärenstummelaffen-Weibchen Marie altersbedingt verstorben.

Nachwuchs bei den Faultieren in Schönbrunn

So herzig und so faul: Im Tiergarten Schönbrunn ist am 18. November ein Zweifingerfaultier zur Welt gekommen. Mama Alberta lässt sich davon wahrlich nicht aus der Ruhe bringen. Sie hat in den letzten Jahren jedes Jahr ein Jungtier bekommen und ist somit eine erfahrene Mutter. Da das Kleine ihren Bauch als Hängematte benutzt und sich im kuscheligen Bauchfell festklammert, sind erst jetzt die ersten Fotos gelungen. „Das Jungtier ist schon geschätzte 20 Zentimeter groß, aber man braucht noch etwas Geduld, um es zu sehen. Immer wieder hebt es sein kleines Köpfchen und man kann die schwarzen Knopfaugen erkennen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Während Vater Einstein sein Faultier-Dasein genießt, säugt Alberta ihr Kleines, putzt es und zeigt ihm, wie man Salatblätter knabbert. Mindestens 14 Stunden am Tag döst die Faultierfamilie gemütlich vor sich hin. Im Alter von etwa einem halben Jahr wird das Jungtier anfangen, alleine auf einem Ast zu hängen. Erst dann haben die Tierpfleger die Möglichkeit zu erkennen, ob der Nachwuchs ein Männchen oder ein Weibchen ist. Zweifingerfaultiere sind in den Regenwäldern Südamerikas heimisch. Sie verbringen ihr Leben kopfüber in Bäumen hängend. Die langen, gebogenen Krallen geben ihnen in den Ästen Halt. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Blättern, aber auch aus Knospen und Früchten. Die pflanzliche Kost liefert wenig Energie, durch ihre langsame Lebensweise verbrauchen sie aber auch nicht viel.

 

Vogelgrippe: Tiergarten Schönbrunn sorgt vor

Die Sicherheit der Tiere steht an erster Stelle: Obwohl es keine behördliche Anordnung für eine Stallpflicht gibt und der Tiergarten Schönbrunn außerhalb der Schutzzonen liegt, trifft der Zoo routinemäßig Vorsichtsmaßnahmen, um seinen Vogelbestand vor der Vogelgrippe zu schützen. In Abstimmung mit der MA60, dem Veterinäramt der Stadt Wien, werden schrittweise Vorkehrungen getroffen. „Der Großteil unserer Vögel lebt in Häusern oder in geschlossenen Volieren. Hier ist ohnehin kein Kontakt zwischen unseren Vögeln und Wildvögeln möglich“, erklärt Zootierarzt Thomas Voracek. Damit in diesen Fällen nicht über Schuhe das H5N8-Virus hineingetragen werden kann, ist die Waldrappvoliere derzeit geschlossen. Vor die Eingänge des Vogelhauses, Regenwaldhauses und Wüstenhauses werden Desinfektionsmatten gelegt.

Im Stall bleiben müssen vorerst die Hühner. Auch die Flamingos befinden sich etwas früher als sonst bereits in ihren Winterquartieren. Für die Besucher sind sie aber auch dort zu sehen. Gerade für jene Vogelarten, die Freianlagen mit Teichen haben, an denen sich gerne Wildvögel wie Kormorane, Graureiher oder Möwen aufhalten, werden Maßnahmen getroffen. Am aufwändigsten ist der Schutz der Krauskopfpelikane. Voracek: „Da unsere Pelikane das ganze Jahr über im Freien leben, haben sie kein geeignetes Winterquartier, in das wir sie nun bringen könnten. Deshalb haben wir ein großes Zelt errichten lassen, in dem die Tiere vor Wildvögeln geschützt sind.“ Einige der Vogelarten im Tiergarten sind hoch bedroht, umso wichtiger ist ihr Schutz.

„International Polar Bear Day“ steht vor der Tür und Tiergarten Schönbrunn unterstützt

Diesen Samstag steht der Tiergarten Schönbrunn ganz im Zeichen der Eisbären. Der internationale Eisbärtag, der jedes Jahr am 27. Februar stattfindet, ist der Grund dafür. An diesem Tag erfahren Besucher des Tiergartens viel Wissenswertes über Eisbären und deren Bedrohung, denn in der freien Wildbahn sind Eisbären durch den Klimawandel bedroht. Es schmilzt ihnen ihr Lebensraum in den nördlichen Polarregionen weg.

Der jährliche „International Polar Bear Day“ wurde von der Organisation „Polar Bears International“ ins Leben gerufen, die der Tiergarten Schönbrunn unterstützt. Mithilfe von GPS-Sendern sammelt die Artenschutzorganisation wichtige Daten zur Verbreitung, Lebensraumnutzung, Populationsgröße und Fortpflanzungsrate der Eisbären in der Kanadischen Hudson Bay. Diese Daten sind wesentliche Basis um geeignete Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Der Tiergarten Schönbrunn finanziert die Kosten für diesen Sender.

Am Samstag können somit Besucher beim Eisbärtag das Fell, den Schädel und den Pfotenabdruck von Eisbären bestaunen und alles über die Anpassung der Eisbären an ihren eisigen Lebensraum erfahren. Wer möchte, kann sich Tipps holen um selbst einen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten. Für Kinder gibt es die Möglichkeit Eisbärenkappen und Teelichthalter in Eisbärenform zu basteln. Eine Rästelrallye führt sie quer durch den Zoo und zu den beiden Eisbären Lynn und Ranzo.

Internationaler Eisbärentag
Datum: Samstag, 27. Februar 2016
Zeit: 9:00 bis 16:30
Ort: Elefantenpark, Infos in der Eisbärenwelt um 11:15 und 14:00

 

Schlaue Otter im Tiergarten Schönbrunn

Um den beiden quirligen Zwergottern namens Clyde und Blanche geistige Herausforderung und Abwechslung zu bieten, haben die Pfleger der zwei schlauen Tiere vor etwa sechs Monaten ein Training gestartet.
Jede Lerneinheit beginnt mit einer Glocke. Für ihre Reaktion gibt es leckere Fisch- oder Fleischstücke. Dann folgen die Otter einem ‚Target‘ und die Pfleger können sie überallhin lotsen. Berühren Clyde und Blanche das Target gibt es einen Bestätigungspfiff und ab und zu einen Leckerbissen. Sie haben gelernt, wenn die Glocke nicht läutet haben die Pfleger kein Futter bei sich. Also ist auch betteln unnötig.

Grund für das Training war ihre Gier auf Futter. Die zwei pfiffigen Tiere haben die Pfleger beim Betreten des Geheges sozusagen überfallen. So kam es zu dem Training, das einmal die Woche zu unterschiedlichen Zeiten durchgeführt wird. Eine Einheit dauert rund zehn Minuten. Besucher des Tiergarten Schönbrunn können zusehen, wenn sie zufällig anwesend sind.

Die zwei flotten Tierchen sind beim Training voll motiviert. Sollte dennoch jemals das Training keinen Spaß machen, brauchen sie sich keine Sorgen zu machen denn: Futter gibt es auch so genügend.

Im Tiergarten Schönbrunn tummeln sich süße Jungtiere

Fröhlich geht es derzeit im Tiergarten Schönbrunn zu. Dort gibt es einige sehr junge Neuankömmlinge.

Gleich fünf Mähnenspringer sind in den letzten Jänner-Tagen geboren worden. Diese ziegenartigen Tiere sind bereits springend und sehr flott im Gehege unterwegs.
Eine kleine Hirschziegenantilope wurde am 4. Februar diesen Jahres geboren. Ob ’sie‘ allerdings ein Weibchen oder ein Männchen ist, wird sich erst mit der Zeit zeigen.
Ein paar Gehege weiter im Tiergarten, kann man eine Jungtierschar der Halsbandpekaris beobachten. Diese werden gerne mit heimischen Wildschweinen verwechselt.

Übrigens: In Indien war die Hirschziegenantilope durch Jagd einst fast ausgerottet. Den Schutzmaßnahmen sei Dank, wuchs die Population der Tiere wieder auf rund 50.000 Tiere an.

Ostermarkt Schloss Schönbrunn: Der Hase hoppelt dieses Jahr früher und länger

Der 14. Ostermarkt von Schloss Schönbrunn lädt auch heuer wieder zum Besuch ein, geht sogar in die Verlängerung. Auf dem Markt gibt es nicht nur das liebgewonnene Sortiment, sondern auch viele neue (Frühlings-)Angebote.
Neben Ei in allen Variationen gibt es auch Kränze und Trockenblumen-Gestecke. Weiters mit dabei sind Keramik für Haus und Garten, Dekorationen in Zinn gegossen, Tischdecken und Servietten, Hausgemachtes wie Marmeladen, Chutneys und Öle.

Maskottchen Roberta Huhn hat sich ein interaktives Stationenspiel ausgedacht, bei dem sie mit den Kindern die unterschiedlichsten Osterbräuche erkundet. In der Osterhasen-Werkstatt dürfen Kinder ihre Fingerfertigkeit unter Beweis stellen. Dort schlüpfen nämlich Küken aus Marzipan oder formen sich aus Palmkätzchen Ostergestecke.
Am Karsamstag verwandelt sich der Ostermarkt dann in ein einziges Osternest mit vielen Überraschungen. Im Kindermuseum „Schloss Schönbrunn erleben“ wird in Poldis Bastelatelier der Osterhase gesucht.
Immer Sonntags sowie am Osterwochenende swingen die Bands „Borderland Dixie Band“, „Vienna Jazz Plus“, „Miles Away“ und „4 Will Drive“. Neu ist auch die Band „OldSchoolBastards“.

Kulinarisch gibt es am Ostermarkt von Ostergröstl über Palatschinken bis Hirschsalami. Frisches Gemüse sowie feine Aufstriche sind auch dabei.
Weitere Attraktionen: Kaleidoskope, Mobiles, Tagebücher aus Leder, Leinen-, Holz- und Blechspielzeug, Räuchermännchen, gefilzte Elfen, Vogelhäuser, gedrechselte Schalen und Vasen, Bunzlauer Formen, gravierte Gläser und Schmückendes aus Strandgut.

Lust bekommen?
Wo und wann?

Im Schloss Schönbrunn
9. – 29. März 2016

Täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr

Weitere Infos: ostermarkt.co.at