Teuerster Einkaufszettel

In Wien stößt man an allen Ecken und Enden auf die Spuren des großen Komponisten Ludwig van Bethoven (1770–1827). Dass sich auch ein so großer Künstler mit Alltäglichkeiten herumschlagen musste, hat eine Versteigerung des deutschen Auktionshauses  Venator & Hanstein in Köln gezeigt. Unter den Hammer sind sowohl ein Musikmanuskript und ein handschriftlicher Zettel mit sechs anstehenden Besorgungen und Erledigungen gekommen: ein Besuch beim Uhrmacher, eine „MäuseFall“, „ZündMaschine“, „BalbierMeßer“, „WaschSeife an der Bognergaße“ sowie eine „Bücher Maschin“ ist penibel aufgelistet. Der neunzeilige, nur 22,5 x 24,5 Zentimeter große Merkzettel, der entweder für einen Bediensteten des Komponisten bestimmt war oder der eigenen Erinnerung dienen sollte, hat bei einer Auktion in Köln um 74.000,– Euro (Ausrufpreis waren 60.000,–) den Besitzer gewechselt. Beim zweiten Versteigerungsobjekt handelt e es sich um ein Musikmanuskript mit zwölf beschriebene Notenzeilen mit 62 Takten – ein Entwurf zum Goethe-Lied „Neue Liebe, neues Leben“.
Ersteigert wurde es 110.000,– Euro. Da sieht man, was es bringen kann Sachen doch etwas länger aufzuheben. Zumindest den nachkommenden Generationen.

  • Adresse: Döblinger Hauptstraße 82, 1190 Wien

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