Tiefe Trauer im 22. Bezirk

Mit nur 51 Jahren ist Bezirksboss Norbert Scheed völlig überraschend an einem Herzinfarkt verstorben. "Er war leuchtendes Vorbild für die sozialdemokratische Bewegung – mit noch so vielen Plänen für seinen geliebten Bezirk, Donaustadt", zeigt sich Bürgermeister und Parteiobmann Michael Häupl zutiefst betroffen.

Norbert Scheed wurde 2006 Bezirksvorsteher der Donaustadt. Seine politische Laufbahn hat in den 80er jahren begonnen. Der am 17. August 1962geborene Scheed, war im 15. Bezirk zunächst Vorsitzender der Jungen Generation, bis 1989 auch Bezirksrat. Er war ausserdem für die Gewerkschaft der Privatangestellten sowie im Vorstand der Arbeiterkammer Wien tätig.

Zu den wichtigsten Projekten seiner Amtszeit zählt die Seestadt Aspern, für die nächsten Jahre hat er einen  „neuen Wienerwald Nordost“ für den 22. Bezirk geplant. Das heurige Jahr stand für Scheed ganz im Zeichen  des Jubiläums "60 Jahrem Donaustadt". Der Bezirksvorsteher tourte durch Wien, um auch den Bewohnern aller anderen 22 Gemeindebezirke, das Lebensgefühl und die Lebensqualität von seiner geliebten Donaustadt zu vermitteln.

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Nach dem Tod von Norbert Scheed herrscht große Betroffenheit.

Gemeinsam mit Häupl kondolierten der Wiener SP-Klubchef Rudi Schicker sowie die stellvertretende Bezirksparteivorsitze der Donaustadt, Ruth Becher. "Er war leuchtendes Vorbild für die sozialdemokratische Bewegung – mit noch so vielen Plänen für seinen geliebten Bezirk, Donaustadt", so Häupl. Besonders hob er Scheeds Engagement für soziale Gerechtigkeit sowie seine städtebaulichen Projekte, zuletzt etwa die Seestadt Aspern, hervor. "Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei der Familie von Norbert Scheed", sprach der Bürgermeister den Angehörigen sein Beileid aus.

„Norbert wird uns immer als aufrechter Sozialdemokrat, liebenswerter Mensch und guter Freund in Erinnerung bleiben“, sagte Bundeskanzler Werner Faymann. Er würdigte Scheed als „einen der engagiertesten Kämpfer für die Rechte und Anliegen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos erinnerte an Scheeds Verdienste bei der Gründung des WAFF, damit habe er „wichtige Impulse für die Sicherstellung guter Berufsausbildungen für junge Menschen und für mehr Chancengerechtigkeit“ gesetzt.

Georg Niedermühlbichler, designierter Landesparteisekretär der SPÖ Wien, meinte, dass „Norberts oberstes Anliegen immer das Wohl der Menschen war. Mit Empathie, Optimismus und Uneigennützigkeit setzte er sich unermüdlich für Ihre Anliegen ein. Gerade in seinem intensiven Kampf für ArbeitnehmerInnenrechte und Fairness manifestierte sich seine zutiefst sozialdemokratische Gesinnung.“

„Norbert, ein letztes Glück auf!“, hieß es in einer Aussendung von Wolfgang Katzian, dem Vorsitzenden der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp). „Wir verlieren einen guten Freund und einen engagierten Kollegen. Viele Überlegungen von Norbert, die er seinerzeit unter dem Arbeitstitel einer Stadtgewerkschaft formulierte, hat er nach seinem Wechsel in die Kommunalpolitik erfolgreich umgesetzt. Er wird uns fehlen“, so Katzian.

Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske nannte Norbert Scheed ein „Vorbild für viele, die sich dem Engagement für soziale Gerechtigkeit verschrieben haben“: „Sein nie müde werdender Einsatz für Gerechtigkeit ist ebenso hervorzuheben wie sein steter Kampf für Toleranz und Akzeptanz.“

Tief betroffen über das plötzliche Ableben des Donaustädter Bezirksvorstehers Norbert Scheed zeigten sich auch Vorstand, Geschäftsführung und die MitarbeiterInnen des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds. Scheed hat den waff 1995 mitbegründet und war bis 2006 auch sein Vorstandsvorsitzender. "Er hat den waff durch sein unermüdliches Engagement für soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit maßgeblich geprägt. Wir trauern um einen großen Mitstreiter und lieben Freund. Dass er so plötzlich und unerwartet aus dem Leben gerissen worden ist, hat uns alle tief bestürzt", so waff- Vorstandsvorsitzender LAbg. Christian Meidlinger, die stv. Vorsitzende LAbg. Tanja Wehsely und waff-Geschäftsführer Fritz Meißl. "Unsere ganze Anteilnahme gilt jetzt der Frau und der Familie von Norbert Scheed. Er wird unvergesslich bleiben", schlossen sie.

Der überraschende Tod von Norbert Scheed hat auch im gesamten Team der Wirtschaftsagentur Wien tiefe Betroffenheit ausgelöst. Durch die Entwicklung der Seestadt Aspern, die Norbert Scheed als Bezirkschef intensiv vorangetrieben hat, entstand über die letzten Jahre eine intensive Zusammenarbeit. Norbert Scheed unterstützte die Wirtschaftsagentur Wien aber auch bei der Umsetzung von anderen wichtigen Projekten in der Donaustadt, darunter die Großprojekte Forum Donaustadt und Star 22. "Norbert Scheed hat weit in die Zukunft geblickt und für seinen Bezirk Visionen verwirklicht, ohne auf die Bedürfnisse der Menschen zu vergessen. Für uns war er stets ein wichtiger, zuverlässiger und umsichtiger Partner bei der Umsetzung von zukunftsweisenden Projekten. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie", so Gerhard Hirczi, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien.

Die Mitglieder der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich (TKG) zeigen sich über das plötzliche Ableben des Donaustädter Bezirksvorstehers Norbert Scheed bestürzt. Viele der Mitglieder haben Ihre Trauer heute zum Ausdruck gebracht auch in der Zentrale der TKG. TKG Generalsekretärin Melissa Günes: " Viele unserer Mitglieder, die Herr Bezirkvorsteher Norbert Scheed persönlich gekannt haben, stehen unter großer Trauer. Er war ein Politiker mit Herz und Seele der das Zusammenleben der MigrantInnen und insbesondere Menschen aus der Türkei stets unterstützt hat , durch ihn haben sich viele Mitglieder in dem Bezirk Donaustadt willkommen gefühlt. Dafür werden wir Ihm ewig dankbar sein. Des Weiteren war er eine großartige Persönlichkeit , die für alle ein offenes Ohr hatte und durch ihn haben wir uns alle als stolze Wiener gefühlt. Für die Türkische KULTURgemeinde stellt sein Ableben einen großen Verlust dar. Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei seiner Familie und seinen Freunden. Er wird ewig in unseren Herzen weiterleben".

Auch bei den politischen Mitbewerbern ist der Schock nach dem Tod von Norbert Scheed groß. 

Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou zeigt sich schockiert über den Tod von Norbert Scheed und drückt der Familie ihr tief empfundenes Mitgefühl aus. "Meine Gedanken sind jetzt bei der Familie von Norbert, die ihn viel zu früh verloren hat. Norbert war nicht nur ein unglaublich engagierter und talentierter Politiker, er war ein Freund und Weggefährte. Norbert Scheed hat viel für Wien getan, sei es als Bezirksvorsteher der Donaustadt, als engagierter Sozialpolitiker oder als Mitglied des Wiener Gemeinderats. Seine Arbeit war immer gekennzeichnet durch Ehrlichkeit und Handschlagqualität. In seiner Arbeit ist ihm gelungen, gute lokale Politik zu machen ohne die große Perspektive aus den Augen zu verlieren. Wir werden ihn sehr vermissen."  

FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache und FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus zeigten sich ebenfalls bestürzt: „Er war ein Politiker im besten Sinne der Wortes mit Herz, Hirn und Handschlagqualität, der sich als Gemeinderat und Bezirksvorsteher stets mit vollem Einsatz für Donaustadt engagiert hat. Er war vor allem aber auch ein großartiger Mensch, der auf die anderen Parteien und die Bevölkerung des 22. Bezirks zugegangen ist und immer das Gespräch gesucht hat.“

Manfred Juraczka, Obmann der Wiener ÖVP, nannte Scheed einen „Vollblutpolitiker, der mit ganzer Kraft für seinen Bezirk gearbeitet hat“. „Er hat das Verbindende über das Trennende gestellt und schon in seiner Zeit als Gemeinderat und Vorstandsvorsitzender des WAFF mit den politischen Mitbewerbern den sozialpartnerschaftlichen Konsens gesucht“, meinten Juraczka und ÖVP-Klubobmann Fritz Aichinger.

David Ellensohn, Klubobmann der Grünen Wien:  "Norbert Scheed war ein begeisterter Bezirksvorsteher. Vor wenigen Monaten zeigte er mir in einer fünfstündigen Fahrt durch die Donaustadt seinen Bezirk, für den er unermüdlich gearbeitet hat und auf den er stolz war. Er trieb viele Projekte voran, setzte sie um und hatte viele neue Pläne. Die Nachricht vom Tod Norbert Scheeds ließ uns alle innehalten. Ich möchte im Namen des Grünen Klubs im Wiener Rathaus und der Grünen Wien unsere Betroffenheit und seiner Familie unsere tief empfundene Anteilnahme ausdrücken".

Im Namen der Donaustädter Grünen und des „Grün-Raum Donaufeld“-Teams möchte auch Heidi Sequenz aufrichtiges Beileid aussprechen: „Mit Bestürzung haben wir vom überraschenden Tod von Bezirksvorsteher Norbert Scheed erfahren. Wir haben ihn als einen sehr herzlichen und sympathischen Mann kennen gelernt, dem die Donaustadt am Herzen lag. Sein Tod ist ein großer Verlust für den Bezirk.Norbert Scheed arbeitete mit unglaublichem Einsatz für „seine“ Donaustadt. Eines seiner Hauptanliegen in der Bezirkspolitik war die Schaffung des „Wienerwald Nordost“ und die Verwirklichung verschiedenster städtebaulicher Projekte. Der Donaustadt geht nicht nur ein ungewöhnlicher Politiker verloren, sondern auch ein bedeutender Mitkämpfer für viele bahnbrechende Projekte im 22. Bezirk. Norbert Scheed stand stets zu seiner Überzeugung, war engagierter Antifaschist und ein innovativer Intellektueller mit Visionen, der auch für Ideen und Projekte Anderer offen war. Wir haben ihn noch gut in Erinnerung, als er 2009 bei einer Veranstaltung des „Grün Raum Donaufeld“ gemeinsam mit den Grünen den Bau der Straßenbahnlinie in der Tokiostraße verteidigte, obwohl es dafür „heftigen Gegenwind“ gab. Und Norbert Scheed war einer der größten Unterstützer des Nachbarschaftsgartenprojekts Donaucity/Kaisermühlen.

"Norbert Scheed war nicht nur ein herausragender Politiker mit unbedingter Handschlagqualität sondern vor allem auch ein großartiger Mensch mit Herz und Hirn", fasst FPÖ-Gemeinderat Toni Mahdalik die Gefühle aller Mandatare, Funktionäre und Mitglieder der Donaustädter Freiheitlichen in Worte. Als Gemeinderat, Bezirksvorsteher und Mensch hat er immer mit vollem Einsatz für Donaustadt gekämpft und das Gespräch zum Wohle seines Bezirkes und seiner Bevölkerung gesucht. "Sein plötzliches Ableben ist ein Schock und schwerer Verlust für uns. Wir trauern in diesen Stunden mit seiner Familie und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren", so Mahdalik im Namen der Donaustädter Freiheitlichen.
 
Auch Niederösterreichs NÖ-LHStv. Karin Renner zeigt sich erschüttert über das unerwartete Ableben von Norbert Scheed: ”"Mit tiefer Bestürzung habe ich vom plötzlichen Ableben von Norbert Scheed gehört. Nicht nur sein Bezirk und die Stadt Wien, sondern die gesamte Sozialdemokratie hat einen großartigen Menschen, guten Freund und unglaublich tatkräftigen und engagierten Politiker verloren. Ich durfte Norbert Scheed durch die gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit meines Heimatbezirks Gänserndorf mit Wien-Donaustadt kennen lernen und werde diese Zeit immer in dankbarer Erinnerung behalten. Meine aufrichtige Anteilnahme und mein ganzes Mitgefühl gelten in diesen schweren Stunden seiner Familie"  

Bilder von Norbert Scheed:

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