Tipps vom Profifotografen

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Gute Fotos brauchen Zeit und Gefühl: Fotografen machen mehrere dutzend Fotos bis sie von einem
gelungenen Foto sprechen – die digitale Fotografie hat es ermöglicht, nahezu
unbekümmert oft auf den Auslöser drücken zu können ohne gleich an die
unmittelbaren (Entwicklungs-)Kosten denken zu müssen. Seien Sie nicht entmutigt,
wenn nicht gleich das Super-Foto dabei ist – Kein Meister fällt vom Himmel!

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Natur trifft man nur in der
Natur:
Das „Spitzen-Foto" braucht Geduld – je
öfters Sie sich im Freien aufhalten, desto höher wird die Wahrscheinlichtkeit ein
gutes Motiv vorzufinden.

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Eine erfolgreiche Foto-Exkursion
beginnt mit einer guten Vorbereitung:
Ein voller
Akku, Speicherkarten mit ausreichend Platz, vielleicht auch ein Stativ und
darüber hinaus noch eine Geländekarte erhöhen die Chance auf ein gutes Foto.

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Verwendung eines Stativs: Naturfotografinnen und -fotografen verwenden nahezu immer ein
Stativ („Mini"-Stative reichen vollkommen aus). Freihand-Fotografen brauchen
jedenfalls eine ruhige Hand. Das Anlehnen, z.B. an einem Baum oder das
Abstützen oder Knien am Boden ist dabei sicherlich hilfreich.

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Kompaktkameras versus
Spiegelreflexkameras mit wechselbarem Objektiv:
Auch
mit Kompaktkameras lassen sich gute Nahaufnahmen machen. Das zumeist vorhandene
Makro- oder auch Kreativ-Auswahlprogramm findet sich bereits auf vielen
Modellen. Zweite Variante liefert zweifelsohne bessere Ergebnisse, doch mit
einem wesentlich höheren finanziellen Aufwand.

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Verwendung von Makro- oder
Teleobjektive
: Für weiter entfernt liegende Motive
sind die Teleobjektive klar im Vorteil. Tiere können so auch formatfüllend
porträtiert werden, ohne in den Bereich der Fluchtdistanz zu kommen. Mit
Makroobjektiven im Brennweitenbereich (Abstand zwischen Objekt und Objektiv)
von etwa 90 mm bis 180 mm können tolle Ergebnisse, vor allem bei schreckhaften
Insekten, erzielt werden.

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Scharfstellen mit Makroobjektiven: Die Einstellung der Schärfe wird
bei Makro-Aufnahmen oft zur Herausforderung. Unsere Kreativität entscheidet
über Schärfe und Unschärfe. Störende Details können durch die Schärfeverteilung
im Bild geschickt ausgeblendet werden, die sich im Bereich von wenigen mm bis
cm bewegen kann. Soll ein gutes Foto ohne hohen fachlichen (Blendenkorrekturen,
Verschlusszeitmanipulation) und technischen (Ringblitz, Fernauslöser,
Fotobearbeitungsprogramme) Aufwand entstehen ist Windstille und ausreichendes
aber nicht grelles Tageslicht von Nöten.

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Auswählen des Bildausschnittes: Wählen Sie den Ausschnitt so, dass das Thema voll zur Geltung
kommt. Ein Tier auf einem Grashalm mit grünem Hintergrund wirkt anders, als vor
einem bunten (z.B. färbige Wiesenblumen). Haben Sie einfach Mut zum Experiment!
Übrigens, ins Bild reinragende unerwünschte Pflanzen oder Blätter können
einfach mit in den Boden verankerten Zweigen „weggebogen" werden.

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Zeitpunkt und Ort des besten Fotos: Gewohnheiten von Tieren und ihre Lebensräume zu kennen sind sehr
hilfreich. Eidechsen müssen sich wie Schmetterlinge am Morgen erst auf
„Betriebstemperatur" aufwärmen um ihre volle Bewegungsfähigkeit zu erreichen.
In dieser Zeit sind sie als nahezu bewegungslose Motive leichte Beute des
aufmerksamen Naturfotografen.

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Ethik des Naturfotografen: Ein Naturfotograf hinterlässt den Ort seines Wirkens völlig ohne
Spuren. Er überlegt wo er sich auf den Boden legt (nicht dort wo die schönsten
Orchideen blühen), entfernt nicht sämtliche Kräuter und Pflanzen um seine
„Foto-Pflanze" oder „-Tier" und respektiert Gebote und Verbote.

  • Adresse: MA 22, Umweltschutzabteilung, Dresdner Straße 45, 1200 Wien

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