Trotz Regens: Frühlingsgefühle bei den Pandas

Die Panda-Pflegerinnen haben die Vorzeichen bereits gekannt und waren deshalb seit Tagen bei ihrer Arbeit mit einem Fotoapparat ausgerüstet. So sind ihnen auch Schnappschüsse von der Paarung gelungen. "Yang Yang hat seit Tagen weniger gefressen und sehr häufig markiert. Und Long Hui hat seine Partnerin nicht aus den Augen gelassen. Die Pandadame ruft ihn schließlich, tänzelt vor ihm herum und zeigt ihm genau an, wann der richtige Moment gekommen ist“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter in einer Aussendung.
 
Pandaweibchen sind nur zwei bis drei Tage im Jahr empfängnisbereit. Trotz der Paarung ist unklar, ob es tatsächlich Nachwuchs geben wird. Bis zu einer möglichen Geburt in drei bis sechs Monaten heißt es nun  abwarten. Die stark schwankende Tragzeit ist auf das Phänomen der "Keimruhe" zurückzuführen, das auch bei anderen Säugetieren bekannt ist. Der Keim in einem frühen Embryonalstadium schwimmt mehrere Wochen in der Gebärmutter, bevor er sich einnistet. "Bei Pandas gibt selbst ein Ultraschallbild wenige Tage vor der Geburt nicht hundertprozentig Aufschluss über eine Trächtigkeit. Das Jungtier ist nur wenige Zentimeter groß, da kann schon eine einzelne Darmschlinge das Junge am Ultraschallbild verdecken“, so Schratter. Die Geburt von Fu Long am 23. August 2007 im Tiergarten Schönbrunn war eine Sensation. Fu Long war der erste Panda in einem europäischen Zoo, der auf natürliche Weise gezeugt wurde. (red)

  • Adresse: Tiergarten Schönbrunn, 1130 Wien

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