Große Zufriedenheit im Sonnwendviertel

Das Sonnwendviertel beim Hauptbahnhof wird im Endausbau rund 5.500 Wohnungen für insgesamt 13.000 Menschen bieten. Die ersten von der Stadt Wien geförderten Wohnungen wurden bereits Ende 2013 bezogen. Eine von der Wohnbauforschung der MA 50 beauftragte Studie Wiens untersuchte die Wohnzufriedenheit, die Qualität der Nachbarschaft sowie die Gestaltung und Nutzung des Wohnumfelds, wurde kürzlich präsentiert.

Wunsch nach mehr Kontakt

88,0 Prozent der Befragten geben an, mit ihrer Wohnung sehr oder eher zufrieden zu sein.
Ebenfalls die überwältigende Mehrheit unterstreicht mit 79,1 Prozent mit der Wohnhausanlage zufrieden zu sein, für die Wohngegend trifft das für 76,6 Prozent zu.
77,5 Prozent der Befragten geben an, dass die Wohnungen leistbar sind. Mehr als die Hälfte (53%) der Befragten hat mit zwei bis vier benachbarten Haushalten Kontakt, 38% mit mehr als fünf Haushalten und neun Prozent mit nur einem Haushalt. 42% der Befragten zeigen sich mit der derzeitigen Intensität der Nachbarschaft zufrieden, 58% wünschen sich jedoch intensiveren Kontakt. Zwei Drittel (66%) der Befragten unterhalten sich mit Mitbewohnern. Mit einer oder mehreren Personen in der Nachbarschaft richtig gut befreundet zu sein, bejahten 31%. Ein Fünftel (20%) hilft gelegentlich oder regelmäßig in der Nachbarschaft aus. 19 Prozent gaben an, nur wenig oder gar keinen Kontakt zu andern zu pflegen. Mit der Qualität der Kommunikation im Sonnwendviertel zeigen sich 68 Prozent der Befragten zufrieden. Um mit der Nachbarschaft selbst in Kontakt zu treten, nutzen ebenfalls 68 Prozent die direkte Ansprache, gefolgt von Facebook-Gruppen (40%), Online-Foren (30%), Aushängen (21%) oder persönlichen E-Mails (14%).

Fast die Hälfte gestaltet ihr Umfeld mit

Am häufigsten werden von den Befragten Möglichkeiten der Mitgestaltung bei Grünflächen sowie bei der Ausstattung und Gestaltung der Gemeinschaftsräume genannt. Konkret beteiligt haben sich 43% der Befragten an der Gestaltung des Wohnumfelds, auch hier vor allem bezüglich der Gestaltung und Ausstattung der Gemeinschaftsräume. Bezüglich der Gestaltung des Wohnumfelds gehen aus Sicht der Befragten (64%) die meisten Initiativen von den Bewohnern selbst aus. Die Mitgestaltung bei Grünflächen ist 40 % der Befragten bekannt, die Entscheidung über die Nutzung und die Ausstattung der Gemeinschaftsräume 37%, deren Gestaltung 35%. Seltener wurden das Dekorieren bei Festen mit 29% und das Bestimmen der Nutzungsregeln von Gemeinschaftsräumen mit 27% als Möglichkeit der Mitgestaltung genannt. 41 % geben an, dass ihnen keine Mitgestaltungsmöglichkeiten bekannt sind.

Infrastruktur ist ausreichend

Bezüglich der vorhandenen Einrichtungen bzw. Infrastruktur im Sonnwendviertel werden von mehr als 85 % der Befragten Schulen und Kindergärten, die Fahrradinfrastruktur, die Fitnessmöglichkeiten und die Anbindungen an öffentliche Verkehrsmittel als ausreichend empfunden. Befragt wurden Bewohner der sieben Siegerprojekte des ersten Bauträgerwettbewerbs mit insgesamt 1.162 Wohnungen. Durchgeführt wurde die Studie vom Österreichischen Institut für Nachhaltige Entwicklung. An der Online-Befragung nahmen 379 Mieter teil. Die Projektlaufzeit war von August bis Dezember 2015. Im wienweiten Vergleich ist das Sonnwendviertel ein Quartier mit junger Bevölkerung. Der Anteil der über 45-Jährigen beträgt 15 Prozent (wienweit 43%)

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