Unfallzahlen niedrig wie nie

2009 gab es die niedrigste Zahl an Unfällen mit Personenschaden seit Beginn der Messungen 

"Wir konnten die bereits hervorragenden Unfallstatistik-Zahlen der letzten Jahre abermals unterbieten und trotz steigendem Verkehrsaufkommen auf das niedrigste Niveau aller Zeiten bringen“, freut sich der internationale Verkehrs­sicherheitsexperte Gemeinderat Ernst Pfleger, der maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hat. So führte Pfleger bereits 1983 die systematische, EDV-basierte Unfallforschung für Wien ein – eine wichtige Errungenschaft, um Unfallhäufungspunkte zu erfassen und zu entschärfen.

Kein einziger Unfall auf dem Schulweg

Was Unfälle mit Personenschaden betrifft, so konnte 2009 die geringste Anzahl seit Beginn der Messungen erreicht werden. Insgesamt gab es 175 Unfälle mit Personenschaden, was ein Minus von 23 gegenüber 2008 bedeutet – bestes Zeugnis einer konsequenten Verkehrssicherheitspolitik. "Die Ergebnisse der aktuellen Unfallstatistik unterstreichen sehr schön, dass jeder Cent, den der Bezirk in die Verkehrssicherheit inves­tiert, ein sehr gut angelegter Cent ist und dass die hervorragende Unfallstatistik kein Zufallsprodukt ist“, betont Pfleger. Verkehrstoten gab es 2009 im 15. Bezirk übrigens wie bereits im Vorjahr gar keinen.
Erfreulich auch, dass die Zahl der verletzten Fußgänger im 15. Bezirk letztes Jahr ein his­torisches Tief erreichte, denn insgesamt gab es nur 40. Zum Vergleich: 1985 hatte der Bezirk den Höchststand mit 148 verletzten Fußgängern, 2008 waren es 58, um 18 mehr als voriges Jahr. "An diesen Zahlen erkennt man sehr schön, dass das systematische Erfassen und Entschärfen von Gefahrenpunkten erfreulicherweise Früchte trägt“, so der Verkehrsexperte.
Die Unfälle mit Radfahrer-Beteiligung stiegen im letzten Jahr hingegen etwas an – und genau hier sieht Pfleger auch eine der neuen Herausforderungen: "Die leicht ansteigenden Werte der letzten Jahre gegenüber den niedrigeren vor 20 Jahren sind in erster Linie durch das vermehrte Radfahreraufkommen, durch den Ausbau des Radwegenetzes und durch die neuen Citybike-Stationen im 15. Bezirk bedingt.“ Noch eine erfreuliche Nachricht: Es gab 2009 nur einen einzigen Schulwegunfall. "Das ist zwar in meinen Augen noch immer einer zu viel, aber die niedrige Anzahl zeigt auch sehr gut, dass sich unsere Schulwegoffensive gelohnt hat“, freut sich Pfleger.

Die erfreuliche Wien-Statistik

Die Unfallstatistik für Wien ist auch volkswirtschaftlich von Bedeutung: Seit 1983 konnte die Zahl der Unfälle wienweit um 40 %, die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr um 42 % und die Zahl der Unfalltoten um 81 % (!) reduziert werden. Seit 1983 wurden ins­gesamt 2.800 Tote im Straßenverkehr verhindert. Die gesamtwirtschaftlichen Unfallkosten allein bei Toten hätten in Summe 2,2 Milliarden Euro betragen.

  • Adresse: Gasgasse 8-10, 1150 Wien

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