Viel Rauch um neues Tabakgesetz

Seit 1. Juli ist es ernst – da endete die Übergangsfrist des Tabakgesetzes, das Folgendes vorsieht: Beiseln unter 50 m2 müssen sich entscheiden, ob sie Raucher- oder Nichtraucherlokale sind. In Lokalen über 80 m2 gilt Rauchverbot – gequalmt werden darf nur mehr in separaten Räumen, mehr als die Hälfte des Lokals muss Nichtraucherzone sein. Lokale, die mehr als 50 m2, aber weniger als 80 m2 haben, müssen ebenfalls räumlich trennen – die Ausnahme: Denkmalamt und Statiker bestätigen, dass eine räumliche Trennung nicht möglich ist. Bei den Trennwänden sieht der Gesetzgeber Glas, Ziegel, Beton o. Ä. vor – es muss eine fest verschließbare Tür sein. In Wien haben erst 20 % der rund 1.500 betroffenen Gastrobetriebe den geforderten Umbau schon vollzogen. Die Notlösung, mit der sich Wirte zumindest bis in den Herbst eine Atempause verschaffen wollen: Falls ein Schanigarten vorhanden ist, kann der Betrieb als Nichtraucherlokal geführt werden – die Gäste können draußen rauchen.

"Im Gasthaus Quell gibt es schon seit vier Jahren getrennte Räumlichkeiten." Eduard Peregi

Im traditionsreichen "Gasthaus Quell“ in der Reindorfgasse ist man der Zeit voraus. "Wir haben seit rund vier Jahren getrennte Räumlichkeiten für Raucher und Nichtraucher“, so der Wirt Eduard Peregi. „Die Gäs­te haben das wohlwollend registriert und alle sind zufrieden. Von mir aus kann das Gesetz kommen.“
Auch Erich Sturm, Chef des beliebten „Restaurants Sturm“ im Haus der Begegnung in der Schwendergasse, hat sich rechtzeitig gewappnet. "Ich habe das Lokal rechtzeitig dem ­Gesetz entsprechend umgebaut. Bis jetzt gibt es keinerlei negative Rückmeldungen der Gäs­te. Der Wermutstropfen beim neuen Gesetz ist für mich aber der Umstand, dass ich durch die räumliche Trennung jetzt nicht mehr so große Veranstaltungen machen kann.“
Und für die alteingesessenen Kaffeesieder springt Michael Hawelka vom legendären "Hawelka“ in der Dorotheergasse in die Bresche: "Klassische Alt-Wiener Cafés, die seit mindestens 1950 bestehen, sollten vom Rauchverbot ausgenommen werden. Denn hier ist das Rauchen Tradition – es ist Teil unserer Kultur.“ Jetzt wird sich weisen, wie dieses neue Gesetz in der Praxis funktioniert.

  • Adresse: Schwendergasse, 1150 Wien

Viel Rauch um neues Tabakgesetz

Seit 1. Juli ist es ernst – da endete die Übergangsfrist des Tabakgesetzes, das Folgendes vorsieht: Beisln unter 50 Quadratmeter müssen sich entscheiden, ob sie Raucher- oder Nichtraucherlokale sind. In Lokalen über 80 Quadratmetern gilt Rauchverbot – gequalmt werden darf nur mehr in separaten Räumen, mehr als die Hälfte des Lokals muss Nichtraucherzone sein. Lokale, die mehr als 50, aber weniger als 80 Quadratmeter haben, müssen ebenfalls räumlich trennen.
Wirten drohen dabei Strafen von 2.000–10.000, rauchende Gäste müssen mit 100–1.000 Euro rechnen. 

Die Ausnahme:

Denkmalamt und Statiker bestätigen, dass eine räumliche Trennung nicht möglich ist. Bei den Trennwänden sieht der Gesetzgeber Glas, Ziegel, Beton o.Ä. vor – es muss eine fest verschließbare Tür sein. In Wien haben erst 20 Prozent der rund 1.500 betroffenen Gastrobetriebe den geforderten Umbau schon vollzogen. Die Notlösung, mit der sich Wirte zumindest bis in den Herbst eine Atempause verschaffen wollen: Falls ein Schanigarten vorhanden ist, kann der Betrieb als Nichtraucherlokal geführt werden – die Gäste können draußen rauchen.

Raucher und Nichtraucherlokale

Laut Wirtschaftskammer sind nur 12 Prozent der Betriebe reine Raucherbetriebe. In 70 Prozent der Betriebe stehen sowohl für nicht rauchende als auch für rauchende Gäste die geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung. 18 Prozent sind Nichtraucher-Lokale.

Außer Österreich haben auch die Schweiz, Tschechien, die Slowakei, Polen, Serbien, Montenegro, Bulgarien, Griechenland, Spanien, Portugal und Dänemark partielle Rauchverbote. Im Café Hawelka steht man dem neuen Gesetz kritisch gegenüber. Klassische Alt-Wiener Kaffeehäuser, die seit 1950 bestehen oder noch älter sind, sollten vom Rauchverbot ausgenommen sein, fordert Inhaber Michael Hawelka. Auch andere Wirte von Traditionsbetrieben sind dieser Meinung. Kein Wunder, ist doch der blaue Dunst gerade mit den geschichtsträchtigen Lokalen in der City oft untrennbar verbunden, weil diese Kombination einfach historisch gewachsen ist. „Der Rauch ist ein Teil unserer Kultur“, so Hawelka. Viele Kaffeehausbesitzer verschaffen sich Abhilfe, indem einfach eine Glaswand mit Tür eingezogen wird.

  • Adresse: Josefstädter Straße 66, 1080 Wien

Viel Rauch um neues Tabakgesetz

Seit 1. Juli ist es ernst – da endete die Übergangsfrist des Tabakgesetzes, das Folgendes vorsieht: Beiseln unter 50 m2 müssen sich entscheiden, ob sie Raucher- oder Nichtraucherlokale sind. In Lokalen über 80 m2 gilt Rauchverbot – gequalmt werden darf nur mehr in separaten Räumen, mehr als die Hälfte des Lokals muss Nichtraucherzone sein. Lokale, die mehr als 50 m2, aber weniger als 80 m2 haben, müssen ebenfalls räumlich trennen – die Ausnahme: Denkmalamt und Statiker bestätigen, dass eine räumliche Trennung nicht möglich ist. Bei den Trennwänden sieht der Gesetzgeber Glas, Ziegel, Beton o. Ä. vor – es muss eine fest verschließbare Tür sein. In Wien haben erst 20 % der rund 1.500 betroffenen Gastrobetriebe den geforderten Umbau schon vollzogen. Die Notlösung, mit der sich Wirte zumindest bis in den Herbst eine Atempause verschaffen wollen: Falls ein Schanigarten vorhanden ist, kann der Betrieb als Nichtraucherlokal geführt werden – die Gäste können draußen rauchen.

Zwei Beispiele

Im Café Zuckergoscherl erfolgt der Umbau gleich nach Erhalt der behördlichen Genehmigung. "Aber dann haben wir selbstverständlich wieder auch Platz für unsere rauchenden Gäste“, so Ingrid Stassner im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT. Im "Zuckergoscherl sind nur sehr wenige Gäste Nichtraucher, darum eilt auch der Umbau. Ingrid Stassner selbst raucht nicht, fühlt sich aber dadurch auch nicht gestört: "Das Rauchen gehört zur Gemütlichkeit der Wiener Kaffeehauskultur dazu“, findet sie. "In letzter Zeit ist es vermehrt zu Konflikten gekommen. Nichtraucher haben sich über Raucher beschwert bzw. diese dazu aufgefordert, das Lokal zu verlassen. Das ist nicht gut fürs Geschäft“, so die Wirtin.
In der Taverna Lefteris in der Hörnesgasse ist ebenfalls schon eine Trennwand mit Tür die Lösung. Der Raucherbereich befindet sich im hinteren Bereich des Lokals. Obwohl auch hier die meisten Gäste Raucher sind, ist der Nichtraucherbereich deutlich größer. Patron Lefteris Vorniotakis ist sich aber sicher, dass es bei ihm keine Reibereien geben wird. Denn beim beliebten Griechen steht die Gemütlichkeit an erster Stelle.

  • Adresse: Rochusmarkt, 1030 Wien

Viel Rauch um neues Tabakgesetz

Seit 1. Juli ist es ernst – da endete die Übergangsfrist des Tabakgesetzes, das Folgendes vorsieht: Beisln unter 50 Quadratmeter müssen sich entscheiden, ob sie Raucher- oder Nichtraucherlokale sind. In Lokalen über 80 Quadratmetern gilt Rauchverbot – gequalmt werden darf nur mehr in separaten Räumen, mehr als die Hälfte des Lokals muss Nichtraucherzone sein. Lokale, die mehr als 50, aber weniger als 80 Quadratmeter haben, müssen ebenfalls räumlich trennen.
Wirten drohen dabei Strafen von 2.000–10.000, rauchende Gäste müssen mit 100–1.000 Euro rechnen. 

Die Ausnahme:

Denkmalamt und Statiker bestätigen, dass eine räumliche Trennung nicht möglich ist. Bei den Trennwänden sieht der Gesetzgeber Glas, Ziegel, Beton o.Ä. vor – es muss eine fest verschließbare Tür sein. In Wien haben erst 20 Prozent der rund 1.500 betroffenen Gastrobetriebe den geforderten Umbau schon vollzogen. Die Notlösung, mit der sich Wirte zumindest bis in den Herbst eine Atempause verschaffen wollen: Falls ein Schanigarten vorhanden ist, kann der Betrieb als Nichtraucherlokal geführt werden – die Gäste können draußen rauchen.

Raucher und Nichtraucherlokale

Laut Wirtschaftskammer sind nur 12 Prozent der Betriebe reine Raucherbetriebe. In 70 Prozent der Betriebe stehen sowohl für nicht rauchende als auch für rauchende Gäste die geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung. 18 Prozent sind Nichtraucher-Lokale.

Außer Österreich haben auch die Schweiz, Tschechien, die Slowakei, Polen, Serbien, Montenegro, Bulgarien, Griechenland, Spanien, Portugal und Dänemark partielle Rauchverbote. Im Café Hawelka steht man dem neuen Gesetz kritisch gegenüber. Klassische Alt-Wiener Kaffeehäuser, die seit 1950 bestehen oder noch älter sind, sollten vom Rauchverbot ausgenommen sein, fordert Inhaber Michael Hawelka. Auch andere Wirte von Traditionsbetrieben sind dieser Meinung. Kein Wunder, ist doch der blaue Dunst gerade mit den geschichtsträchtigen Lokalen in der City oft untrennbar verbunden, weil diese Kombination einfach historisch gewachsen ist. „Der Rauch ist ein Teil unserer Kultur“, so Hawelka. Viele Kaffeehausbesitzer verschaffen sich Abhilfe, indem einfach eine Glaswand mit Tür eingezogen wird.

  • Adresse: Dorotheergasse 6, 1010 Wien

Viel Rauch um neues Tabakgesetz

Seit 1. Juli ist es ernst – da endete die Übergangsfrist des Tabakgesetzes, das Folgendes vorsieht: Beiseln unter 50 m2 müssen sich entscheiden, ob sie Raucher- oder Nichtraucherlokale sind. In Lokalen über 80 m2 gilt Rauchverbot – gequalmt werden darf nur mehr in separaten Räumen, mehr als die Hälfte des Lokals muss Nichtraucherzone sein. Lokale, die mehr als 50 m2, aber weniger als 80 m2 haben, müssen ebenfalls räumlich trennen – die Ausnahme: Denkmalamt und Statiker bestätigen, dass eine räumliche Trennung nicht möglich ist. Bei den Trennwänden sieht der Gesetzgeber Glas, Ziegel, Beton o. Ä. vor – es muss eine fest verschließbare Tür sein. In Wien haben erst 20 % der rund 1.500 betroffenen Gastrobetriebe den geforderten Umbau schon vollzogen. Die Notlösung, mit der sich Wirte zumindest bis in den Herbst eine Atempause verschaffen wollen: Falls ein Schanigarten vorhanden ist, kann der Betrieb als Nichtraucherlokal geführt werden – die Gäste können draußen rauchen.


Im Café Alt-Ottakring ist der Umbau noch nicht erfolgt, aber geplant. Eine Glaswand soll den vorderen (und größeren) Raucherbereich vom hinteren Nichtraucherbereich trennen. Unnötig, findet Inhaberin Ljiljana Ilikic, denn nur sehr wenige Gäste sind Nichtraucher. Sie selbst raucht nicht, fühlt sich aber dadurch auch nicht gestört: „Das Rauchen gehört zur Gemütlichkeit der Wiener Kaffeehauskultur dazu“, findet sie. „In letzter Zeit ist es vermehrt zu Konflikten gekommen. Nichtraucher haben sich über Raucher beschwert bzw. diese dazu aufgefordert, das Lokal zu verlassen. Das ist nicht gut fürs Geschäft“, so die Wirtin.
Im Café Ritter ist eine Glaswand mit Tür die Lösung. Der Raucherbereich befindet sich im hinteren Bereich des Cafés. Obwohl auch hier die meisten Gäste Raucher sind, ist der Nichtraucherbereich deutlich größer. Der Kellner, Herr Brunner, ist sich nicht sicher, ob sich eine strikte Trennung wirklich ausgehen wird: „Das wird am Anfang vermutlich ein Chaos werden, die Raucher dazu zu bringen, im Raucherbereich zu bleiben. Aber ich denke, da wird jedes Kaffeehaus seine individuelle Lösung finden müssen.“

  • Adresse: Ottakringer Strasse 161, 1160 Wien

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